Lebenslauf


Professor Dr. Klaus Laubenthal, in Aschaffenburg geboren, studierte in Würzburg Rechtswissenschaft und Psychologie. Er promovierte mit einer Arbeit über Methoden der Gruppenbehandlung im Strafvollzug bei Professor Dr. F.-W. Krause. Diese Dissertation wurde mit dem Preis der Unterfränkischen Gedenkjahrstiftung für Wissenschaft ausgezeichnet.

Nach den beiden juristischen Staatsexamina war Professor Laubenthal als Akademischer Rat am Würzburger Lehrstuhl für Kriminologie und Strafrecht tätig. Hier habilitierte er sich mit einer strafrechtlichen und kriminologischen Arbeit zur schwersten Sanktionsform des deutschen Strafrechts, der lebenslangen Freiheitsstrafe. Im Rahmen dieser Studie untersuchte er etwa einhundert in Bayern wegen Mordes zu dieser Höchststrafe verurteilte Gefangene auf schädliche Auswirkungen dieser Langzeithaft hin.

Anfang 1993 folgte Professor Laubenthal dem Ruf auf die Professur für Strafrecht, Strafprozeßrecht und Kriminologie an der Juristischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit dem Wintersemester 1997/98 ist er Ordinarius für Kriminologie und Strafrecht an der Juristischen Fakultät der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Hier übte Professor Laubenthal von 2003 bis 2005 das Amt des Prodekans und von 2005 bis 2007 dasjenige des Dekans der Juristischen Fakultät aus. Neben seinen Tätigkeiten als Hochschullehrer war Prof. Laubenthal von 1997 bis September 2001 im zweiten Hauptamt Richter am Landgericht Würzburg. Seit Oktober 2001 gehört er dem Ersten Strafsenat des Oberlandesgerichts Bamberg an. Seit 19. März 2010 ist er Beauftragter für Fälle von sexuellem Missbrauch des Bistums Würzburg.

Ein Forschungsschwerpunkt von Professor Laubenthal liegt im Bereich der Vollstreckung strafrechtlicher Sanktionen und dort vor allem im Vollzug stationärer Freiheitsstrafen. Weitere Schwerpunkte der Arbeit Professor Laubenthals sind sowohl unter kriminologischen als auch unter strafrechtsdogmatischen Gesichtspunkten die gegen die Person gerichteten Straftaten, insbesondere die Tötungs- und die Sexualdelikte. Daneben gilt sein Interesse der Erforschung von Ursachen, Erscheinungsformen und Wirkungen der Makrokriminalität, begangen von staatlichen Organen und deren Funktionsträgern gegenüber politischen, ethnischen und religiösen Minderheiten.

Ausgewählte Veröffentlichungen: Die Zuweisung zu Wohngruppen und Behandlungsgruppen, 1982; Lebenslange Freiheitsstrafe, 1987; Jugendgerichtshilfe im Strafverfahren, 1993; Lehrbuch Strafvollzug, 1995, 2. Auflage 1998, 3. Auflage 2003, 4. Auflage 2007, 5. Auflage 2008, 6. Auflage 2011 (koreanische Ausgabe 2011); Lehrbuch Sexualstraftaten, 2000; Handbuch Sexualstraftaten 2012; Lexikon der Knastsprache, 2001; Fallsammlung zu Kriminologie, Jugendstrafrecht und Strafvollzug, 2002, 2. Auflage 2004, 3. Auflage 2006, 4. Auflage 2008, 5. Auflage 2013; Mitautor bei Lehrbüchern zum Jugendstrafrecht und zum Strafvollstreckungsrecht; zahlreiche Zeitschriftenaufsätze und Beiträge in Sammelwerken zu Fragen der Kriminologie sowie zum Jugendstrafrecht, Strafvollzugsrecht, Strafrecht und Strafprozeßrecht.

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