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B A N D 1 : Hans-Jochen Schrepfer, Die Anwesenheit des Verteidigers bei der polizeilichen Beschuldigtenvernehmung

(ISBN: 3-631-38156-5)

Gegenstand dieser Arbeit ist die rechtliche Bewertung der Anwesenheit des Verteidigers bei der polizeilichen Beschuldigtenvernehmung. Zunächst werden die gesetzlichen Regelungen, die Rechtsprechung sowie die herrschende Lehre dargestellt und analysiert, woran sich eine Untersuchung der Kompatibilität mit dem Verfassungsrecht anschließt.
Das grundgesetzliche Rechtsstaatsprinzip gebietet die Anerkennung eines entsprechenden anwaltlichen Teilnahmerechts, das wegen der verfassungswidrigen (Negativ-) Regelung in § 163 a Abs. 4 StPO vom Verteidiger respektive seinem Mandanten nur über grundrechtliche Bestimmungen durchgesetzt werden kann. Polizeiliche Ermittlungsergebnisse, die unter Verletzung dieses Verfassungsprinzips zustande kamen, unterliegen einem umfassenden Verwertungsverbot.

B A N D 2 : Nadine Hohlfeld, Moderne Kriminalbiologie

Die Entwicklung der Kriminalbiologie vom Determinismus des 19. zu den bio-sozialen Theorien des 20. Jahrhunderts
Eine kritische Darstellung moderner kriminalbiologischer Forschung und ihrer kriminalpolitischer Forderungen

(ISBN: 3-631-38899-3)

Nach einem Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Kriminalbiologie vom Altertum über den Positivismus des 19. Jahrhunderts bis zur Eugenetikbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts stellt diese Arbeit die modernen kriminalbiologischen Forschungen und Theorien dar. Neben genetischen, soziabiologischen und hormonellen Ansätzen werden insbesondere die aktuellen Untersuchungen auf dem Gebiet der Psychophysiologie, Neurophysiologie und des Brain Imaging erläutert. Dabei wird deutlich, daß sich moderne kriminalbiologische Forschung heute gerade durch ihre Vielfältigkeit und Interdisziplinarität auszeichnet. Dies zeigt sich besonders an den zahlreichen Studien zur Interaktion von verschiedenen sozialen und biologischen Faktoren.

B A N D 3 : Robert Frank, Die Bekämpfung der Geldwäsche in den USA

High-Tech-Gewinnaufspürung, drakonische Strafen und radikale Gewinneinziehung - Ist der Amerikanische Ansatz ein Vorbild für Deutschland?

(ISBN: 3-631-39179-X)

Gegenstand der Arbeit ist die Bekämpfung der Geldwäsche in den USA. Die Geldwäsche ist kein neues kriminologisches Phänomen, als Annex der Organisierten Kriminalität und des globalen Terrorismus wird die durch sie ausgehende Bedrohung für jeden Einzelnen, für Gesellschaft und Staat immer größer. Der Autor beschränkt sich nicht auf die Darlegung der Erscheinungsformen der Geldwäsche oder der geltenden Rechtslage. Im Kern der nachstehenden Arbeit stehen die unterschiedlichen Methoden zur Bekämpfung der Geldwäsche, bei der die USA über die mit Abstand längste und umfassendste Erfahrung verfügen. Während z.B. das deutsche Geldwäschegesetz (GwG) erst seit 1993 existiert, ist das amerikanische Pendant, der Bank Secrecy Act, seit 1970 geltendes Recht. Vor dem Hintergrund der aktuellen deutschen Reformbestrebungen zur Geldwäsche aus Anlass der Terrorangriffe des 11. September 2001 gewinnen die amerikanischen Erfahrungen noch mehr an Brisanz: Schon seit 1990 bündelt die zentrale nationale Behörde FinCEN die gesammelten Daten und wertet sie aus.

B A N D 4 : Johannes Hofmann, Menschenhandel

Beziehungen zur Organisierten Kriminalität und Versuche der strafrechtlichen Bekämpfung

(ISBN: 3-631-39079-3)

Seit Mitte der 80er Jahre rückt das Thema "Menschenhandel" zunehmend in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Zahlreiche Publikationen und Tagungen beschäftigen sich seither mit dieser Problematik. Die vorliegende Abhandlung erörtert die ökonomischen, sozialen und kriminellen Ursachen und Hintergründe des Handels und veranschaulicht das Ausmaß dieses Kriminalitätsphänomens in der Bundesrepublik Deutschland. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Darstellung der geschichtlichen Entwicklung des Menschenhandels und die Versuche seiner strafrechtlichen Bekämpfung. Daneben werden die logistisch ausgerichteten Verfahrensabläufe des Handels näher untersucht, die eine Zuordnung dieses Deliktsfeldes zum Bereich der Organisierten Kriminalität rechtfertigen.

B A N D 5 : Hans Christian Lohmann, Arbeit und Arbeitsentlohnung des Strafgefangenen

(ISBN: 3-631-39358-X)

Die Gefangenenarbeit ist ein kontrovers diskutiertes Thema des Strafvollzugs. Im Mittelpunkt der Diskussion um die Wirksamkeit dieses zentralen Resozialisierungsmittels stand stets die niedrige Entlohnung. Am 1. Juli 1998 entschied das Bundesverfassungsgericht, dass die Bemessung des Entgelts für Pflichtarbeit mit dem Resozialisierungsgebot nicht zu vereinbaren war. Es gab aber nur die äußeren Grenzen einer Neuregelung vor. Die Analyse und die Konsequenzen des Urteils bilden daher den Kern dieser Arbeit. Mögliche Neuregelungen werden hinsichtlich Verfassungsmäßigkeit und Praktikabilität untersucht, wobei auch das Ausland und betriebswirtschaftliche Aspekte ins Blickfeld rücken. Ein besonderes Augenmerk gilt der Variante einer nicht-monetären Anerkennung. Am Ende schlägt der Autor zum einen ein eigenes Entlohnungsmodell vor. Zum anderen bewertet er die neue, am 1. Januar 2001 in Kraft getretene Regelung.

B A N D 6 : Stefanie Mühlfeld, Mediation im Strafrecht

(ISBN: 3-631-39654-6)

 

Dieses Buch soll dazu anregen, auch in scheinbar nicht mediierbaren Konfliktfeldern den Weg aus der Eskalation durch außergerichtliche Streitbeilegungsmodelle zu suchen. Neben einem allgemeinen Überblick über das Themengebiet Mediation befasst es sich mit speziellen Konfliktsituationen im Bereich zwischenmenschlicher Gewalt in den Institutionen Schule und Strafvollzug. Es richtet sich damit an alle Berufsgruppen, die sich im weitesten Sinne mit Gewaltbekämpfung und Ausgleich strafrechtlich relevanter Streitigkeiten konfrontiert sehen.

B A N D 7 : Eric Uftring, Die Auswirkungen von Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichtes und des Europäischen Gerichtshofes im intertemporalen Steuerstrafanwendungsrecht

(ISBN: 3-631-39630-9)

 

In Deutschland gibt es ein sehr unübersichtliches Steuersystem. Häufig wird deshalb das Bundesverfassungsgericht in Abgabenangelegenheiten in Anspruch genommen. Dabei beseitigt es zur Schonung der hoheitlichen Kasse die Geltung einer verfassungswidrigen Abgabennorm regelmäßig nur pro futuro. Daneben übt das Gemeinschaftsrecht großen Einfluss auf das nationale Steuerrecht aus. Allerdings folgt auch der Europäische Gerichtshof einem ähnlichen juridical self-restraint. In beiden Konstellationen ist fraglich, inwieweit die befristete weitere Gültigkeit einer verfassungs- oder europarechtswidrigen Abgabennorm die Möglichkeit zu strafrechtlichen Folgen in ihrer Funktion als Blankettausfüllungsnorm - insbesondere im Hinblick auf das intertemporale Steuerstrafanwendungsrecht - noch beinhaltet.

B A N D 8 : Sebastian Fickert, Die Behandlung von Zufallserkenntnissen im Ermittlungsverfahren

(ISBN: 3-631-39470-5)

 

Der Bedeutung von Zufallserkenntnissen in der Praxis stehen nur fragmentarische Regelungen in der StPO gegenüber. Die verschiedenen Lösungsansätze, die sich zu den Problemkonstellationen herausgebildet haben, sind nur noch schwerlich zu überblicken und divergieren teilweise erheblich. Ausgehend von den Kernbereichs- und Abwägungslehren werden die sich im Rahmen des Ermittlungsverfahrens stellenden Verwertungsfragen in einen systematischen Zusammenhang gebracht. Einzelne Verwertungskriterien werden herausgearbeitet, wobei der Rechtmäßigkeit des zur Gewinnung der Zufallserkenntnis führenden Beweiserhebungsaktes eine maßgebliche Rolle zukommt. Dabei soll auch stets verfassungsrechtlichen Grundsätzen Rechnung getragen werden.

B A N D 9 : Stefan Laun, Alternative Sanktionen zum Freiheitsentzug und die Reform des Sanktionensystems

(ISBN: 3-3631-50083-1)

Die Suche nach alternativen Sanktionen zum Freiheitsentzug stellt bereits seit einiger Zeit einen wesentlichen Bestandteil der strafrechtswissenschaftlichen Diskussion dar. Aktuelle Bedeutung gewinnt die Problematik durch die von der Bundesregierung beabsichtigte Reform des Sanktionensystems. Diese lässt einen weiteren Ausbau ambulanter Sanktionen erwarten. Wesentliche Bestandteile der beabsichtigten Reform sind die Ausdehnung des Anwendungsbereichs des Fahrverbots, die Einführung des elektronisch überwachten Hausarrests und der Ausbau der gemeinnützigen Arbeit. Die Vor- und Nachteile dieser Sanktionen werden im Rahmen dieser Abhandlung diskutiert. Ausgangspunkt ist hierbei die Begründung eines konkreten Bedürfnisses nach ambulanten Sanktionen. Es folgt eine kritische Auseinandersetzung mit den genannten alternativen Sanktionen. Schließlich finden auch weitere Reformansätze auf Basis des bestehenden Sanktionensystems Berücksichtigung.

B A N D 10 : Anette Kaufmann, Möglichkeiten der sanktionsrechtlichen Erfassung von (Sonder-)Pflichtverletzungen im Unternehmen, insbesondere unter Berücksichtigung des Zusammenspiels von § 14 StGB (§ 9 OWiG, § 130 OWiG und § 30 OWiG)

(ISBN: 3-631-50169-2)

Meldungen über Skandale in der Wirtschaftswelt sind an der Tagesordnung. Was sind die Gründe? Bei der Produktion wird nicht sorgfältig gearbeitet; die interne Organisation im Betrieb ist nicht klar strukturiert oder auf die ordnungsgemäße Durchführung und Aufrechterhaltung der Betriebsordnung wird nicht "richtig" geachtet. Die Folge: Konsumenten werden geschädigt und Güter von allgemeinem Interesse werden verletzt. Wo sitzen nun die Verantwortlichen? Welche Möglichkeiten eröffnet das geltende Sanktionenrecht zur Eindämmung von Unternehmensdelinquenzen und wo sind die Grenzen gesetzt? Bedarf das geltende Sanktionenrecht gar einer umfassenden Reform oder sind die zur Verfügung stehenden Instrumentarien für eine effektive Bekämpfung von Unternehmenskriminalität ausreichend? Diese zentralen Schwerpunkte werden in vorliegender Abhandlung erörtert.

B A N D 11 : Martina Seeliger, Entwicklung der Kinderdelinquenz und Folgerungen im Hinblick auf eine Änderung der Strafmündigkeitsgrenze

(ISBN: 3-631-51397-6)

Medien berichten vielfach von einem besorgniserregenden Anstieg der Kinderkriminalität. Die Täter werden immer jünger und die Delikte schwerwiegender. Die Arbeit stellt die Verbreitung der Kinderkriminalität im Jahr 2001 sowie deren Entwicklung anhand von Statistiken dar. Im Anschluss daran erfolgt eine Analyse der gewonnenen Ergebnisse, die den Kern der Diskussion um eine Änderung der Strafmündigkeitsgrenze bildet. Die Autorin zeigt mögliche Alternativen zu einer Änderung der Strafmündigkeitsgrenze auf, wobei auch internationale Aspekte Berücksichtigung finden.

B A N D 12 : Silke Elli Jäger, Behandlung von Sexualstraftätern im Strafvollzug

(ISBN: 3-631-51145-0)

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Möglichkeit einer effektiven Behandlung von inhaftierten Sexualstraftätern. Zunächst werden die verschiedenen sexuellen Deviationen näher erläutert, die im Zusammenhang mit Sexualstraftätern auftreten können. Die größte Schwierigkeit der Sexualstraftäterbehandlung ergibt sich im Hinblick auf die besondere Situation im Strafvollzug, in dem Sexualstraftäter in der Gefangenenhirarchie auf unterster Stufe stehen. Sozialtherapeutische Einrichtungen sollen ein günstigeres soziales Umfeld schaffen. Die am häufigsten angewendeten Therapiemethoden beinhalten kognitiv-behaviorale Ansätze und haben vor allem die Entwicklung bzw. Stärkung sozialer Kompetenz zum Ziel.

B A N D 13 : Silke Marion Hirsch, Die Kommunikationsmöglichkeiten des Strafgefangenen mit seiner Familie

(ISBN: 3-631-51507-3)

 

Das StVollzG sieht das Ziel des Strafvollzuges darin, den Gefangenen zu einem straffreien Leben in die Gesellschaft zurückzuführen. Trotz des Vollzugsgrundsatzes der Angleichung des Lebens im Vollzug an das Leben in Freiheit scheinen Isolation und Abschottung des Gefangenen von der Außenwelt aus Gründen von Sicherheit und Ordnung Alltag in deutschen Strafvollzugsanstalten zu sein. Dabei wird heute anerkannt, dass gerade die Aufrechterhaltung der Beziehungen eines Gefangenen zu seiner Familie ein wichtiger Faktor ist, die spätere Rückfallgefahr zu verringern. Die Arbeit geht anhand der rechtlichen Grundlagen und einschlägiger internationaler Rechtsnormen der Frage nach, welcher Anspruch dem Gefangenen auf Kommunikation zuzubilligen ist. Eine rechtstatsächliche Untersuchung erforscht die faktische Durchführung der Kommunikation zwischen Gefangenen und Angehörigen in bayerischen Strafvollzugsanstalten.

B A N D 14 : Volker Stiebig, Vollstreckungsverzicht und Grundfreiheiten - Ein Beitrag zur Entwicklung des Europäischen Strafrechts

(ISBN: 3-631-51398-4)

 

Größere Bedeutung denn je kommt heute der Frage nach innerer Sicherheit in einem Europa offener Grenzen zu. Ihre Beantwortung impliziert die schwierige Entscheidung der Rangfolge von europäischem Recht und nationalen Gesetzen und entfaltet Relevanz im Hinblick auf die Existenz eines Europäischen Strafrechts. Ob Letztere zu bejahen ist, wird vom Verfasser ebenso untersucht, wie er die Aktualität dieser Problematik am Beispiel von Ausweisung und Wiedereinreiseverbot im Falle eines Vollstreckungsverzichts gem. § 456a StPO verdeutlicht. In diesem Rahmen finden sich die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs zu den europäischen Grundfreiheiten, insbesondere dessen neueste Judikatur zur Prostitution, sowie die Rechtmäßigkeit des Kirchenasyls kritisch gewürdigt.

B A N D 15 : Urte Nevermann-Jaskolla, Das Kind als Opferzeuge im Strafverfahren

(ISBN: 3-631-51603-7)

 

Dieses Buch will dazu anregen, in Anbetracht der besonderen Belastungssituationen und der Gefahren sekundärer Viktimisierung die Stellung kindlicher Opferzeugen im Strafverfahren zu verbessern. Darüber hinaus soll es für die Ausschöpfung bestehender Möglichkeiten zum Schutz kindlicher Zeugen sensibilisieren. Neben einem Überblick über kinderschützende Straftatbestände befasst es sich mit der Zeugnisfähigkeit und Glaubwürdigkeit von Beweispersonen im Kindesalter. Weiterhin werden die strafprozessualen Regelungen über die Vernehmung der jungen Zeugen und deren Schutz dargestellt sowie Vorschläge zur weiteren Verbesserung ihrer Situation unterbreitet. Die Abhandlung richtet sich an alle Berufsgruppen innerhalb und außerhalb der Justiz, die mit kindlichen (Opfer-)Zeugen konfrontiert werden.

B A N D 16 : Frank Och, Der strafrechtliche Schutz gegen ungerechtfertigte Vermögensverschiebungen in England und Wales im Vergleich mit dem deutschen Strafrecht

(ISBN: 3-631-52197-9)

 

Der Prozess der zunehmenden Europäisierung großer Rechtsgebiete macht auch vor dem Strafrecht nicht halt. Seit Jahren besteht deswegen die Idee der Verabschiedung eines gesamteuropäischen Strafgesetzbuches, insbesondere im Bereich der Vermögensdelikte. Diese Arbeit analysiert vor diesem Hintergrund den strafrechtlichen Vermögensschutz in England und Wales, welcher im Wesentlichen durch die Theft Acts 1968 und 1978 bestimmt wird, und vergleicht diesen mit der Rechtslage in Deutschland. Der Autor wählt dabei eine funktionale Betrachtungsweise der verschiedenen nationalen Deliktstatbestände. Die einzelnen Tatbestände werden einander nicht isoliert gegenübergestellt, sondern miteinander in Beziehung gesetzt. Besonderer Wert wird dabei auf etwaige Unterschiede zwischen dem Umfang des strafrechtlichen Schutzes in England und Wales respektive Deutschland gelegt. Einführend wird auf die Grundlagen und Besonderheiten des englischen/walisischen (Straf-)Rechts im Allgemeinen eingegangen.

B A N D 17 : Michael Arlt, Der strafrechtliche Anlegerschutz vor Kursmanipulation

(ISBN: 3-631-52893-0)

 

Kursmanipulationen zählen zu den ältesten kapitalmarktschädigenden Handelspraktiken. Insbesondere im Zusammenhang mit dem Aufstieg und Fall des "Neuen Marktes" an der Frankfurter Wertpapierbörse wurden jedoch auch in jüngster Zeit Fälle von Kursmanipulationen publik und lösten eine tiefe Vertrauenskrise der Anleger in die Märkte aus. Die Untersuchung geht daher der Frage nach, ob de lege lata ein ausreichender strafrechtlicher Anlegerschutz von Kursmanipulationen besteht. Dazu werden die verschiedenen Formen unerlaubter Eingriffe in die Kursbildung erläutert und hinsichtlich ihrer Strafbarkeit untersucht. Als Quintessenz der Analyse der strafrechtlichen Regulierung wird schließlich ein Regelungsmodell des strafrechtlichen Anlegerschutzes vor Kursmanipulation de lege ferenda entwickelt.

B A N D 18 : Anja Rieder-Kaiser: Vollzugliche Ausländerproblematik und Internationalisierung der Strafverbüßung

(ISBN: 3-631-53104-4)

 

Ziel der Arbeit ist eine realistische Darstellung der Ausländerproblematik im Strafvollzug und die Analyse der zur Verfügung stehenden Lösungswege. Eine empirische Studie in zehn bayerischen Justizvollzugsanstalten liefert Erkenntnisse über die Zusammensetzung der Gefangenenpopulation insgesamt sowie signifikante Unterschiede im Bereich der sozio- und legalbiographischen Befunde deutscher und nichtdeutscher Inhaftierter. Weiter werden die besondere Haftsituation bzw. Resozialisierungschancen ausländischer Gefangener und deren Auswirkungen auf die Sicherheit und Ordnung der Anstalten aufgezeigt. Die abschließende Betrachtung der vertraglichen/gesetzlichen Grundlagen und der praktischen Bedeutung einer Internationalisierung der Strafverbüßung macht deutlich, dass die vielfach propagierte Lösung der vollzuglichen Ausländerproblematik durch Vollstreckungstransfer wünschenswert, jedoch in absehbarer Zeit unrealistisch ist.

B A N D 19 : Katrin Malkmus: Prostitution in Recht und Gesellschaft

(ISBN: 3-631-53278-4)

 

Prostitution ist in allen größeren deutschen Städten eine feste Erscheinung. Ungeachtet dieser gesellschaftlichen Realität handelt es sich dabei jedoch um eine Tätigkeit, die auch in der Bundesrepublik Deutschland lange Zeit mit gravierenden rechtlichen Benachteiligungen verbunden war. Vor allem in den 90er Jahren vollzogen sich grundlegende Reformbemühungen zur Verbesserung der rechtlichen Situation Prostituierter. Der Reformprozess führte schließlich zum Erlass des Gesetzes zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten vom 20. Dezember 2001 (ProstG). Die Abhandlung gibt zunächst einen Überblick zur Prostitution. Einen besonderen Schwerpunkt bildet sodann die Rechtslage nach In-Kraft-Treten des ProstG am 1. Januar 2002 sowie die Frage, inwieweit dieses Gesetz tatsächlich die rechtliche Situation Prostituierter verbessern konnte.

B A N D 20 : Susanne Werner-Eschenbach: Jugendstrafrecht. Ein Experimentierfeld für neue Rechtsinstitute

(ISBN: 3-631-53810-3)

Das geltende Jugendgerichtsgesetz enthält durch eine Vielzahl unbestimmter Rechtsbegriffe und durch einen breit gefächerten Sanktionenkatalog einen weiten Handlungsspielraum. So ist es durch verstärkte Nutzung seiner Ressourcen immer wieder gelungen, dem Jugendstrafrecht neue Impulse zu geben. Ob die neuen Rechtsentwicklungen die Grenzen des geltenden Rechts einhalten und Anreiz für eine positive Fortbildung auch des allgemeinen Strafrechts sein können, ist Gegenstand dieser Arbeit. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass für Konzepte wie die Vorbewährung und den Einstiegsarrest kein Bedarf besteht und diese zudem rechtlich bedenklich sind. Dagegen fällt die Einschätzung der neuen ambulanten Maßnahmen in Form sozialer Trainingskurse und des Täter-Opfer-Ausgleichs insgesamt positiv aus. Schließlich wird untersucht, inwieweit im Rahmen der vorbehaltenen Sicherungsverwahrung ein Rückgriff auf jugendstrafrechtliche Begründungsansätze gerechtfertigt ist.

B A N D 21 : Stefanie Röhrs: Vergewaltigung von Frauen in Südafrika - Primäre, Sekundäre und Tertiäre Viktimisierung

(ISBN: 3-631-54286-0)

Diese Arbeit untersucht anhand der Vergewaltigungshauptstadt der Welt Südafrika die Ursachen und Folgen von Vergewaltigungen. Insbesondere das Zusammentreffen von historischen und aktuellen gesellschaftlichen Missständen wie der Integration von Gewalt in das tägliche Leben führt zu einem Klima, das die Begehung von Vergewaltigungen fördert. Ein Blick auf die individuell-psychischen Wurzeln erklärt darüber hinaus, warum einige Männer vergewaltigen, andere dagegen nicht. Im Mittelpunkt dieser Untersuchung steht jedoch das Opfer: Welche Auswirkungen  bringt die Tat für das Opfer mit sich? Zunächst existieren die unmittelbaren physischen, psychischen und psychosozialen Viktimisationsfaktoren. Hinzu tritt infolge von Stigmatisierungsprozessen der Umwelt eine sekundäre Viktimisierung. Zu beanstanden sind insbesondere das Verhalten der Polizei, der Ärzte und der Justiz. Die Arbeit geht über die übliche Klassifizierung in primär und sekundär hinaus und beschreibt zusätzlich eine tertiäre Viktimisierung der Opfer. Letztere wird in der Gefahr einer HIV-Ansteckung gesehen. Die Zusammenhänge zwischen der Sexualstraftat und HIV fanden trotz ihrer großen Bedeutung bisher nur wenig Beachtung.

B A N D 22 : Andrea Lindner: 100 Jahre Frauenkriminalität - Die quantitative und qualitative Entwicklung der weiblichen Delinquenz von 1902 bis 2002

 

 

(ISBN: 3-631-54932-6)

In der Öffentlichkeit findet die Frau als Kriminelle nur wenig Beachtung. Ist von einem Verbrechen die Rede, so gehen die meisten Menschen davon aus, dass der Täter männlich ist. Diese Vorstellung verwundert aber nicht, denn Frauen spielen in der Kriminalität tatsächlich nur eine untergeordnete Rolle. Ist der Anteil der Täterinnen aber seit jeher geringer als derjenige der männlichen Täter? Hat sich die weibliche Kriminalität in den vergangenen Jahren erhöht? Sind Frauen gewaltbereiter geworden? Dies sind einige der Fragen, die im Rahmen dieser Abhandlung erörtert werden. In einem Rückblick wird die Entwicklung der weiblichen Gesamtkriminalität in der Zeit von 1902 bis 2002 aufgezeigt und ihr Strukturbild anhand einiger Einzeldelikte analysiert.

B A N D 23 : Michael Steiner: Der Strafgefangene im System der gesetzlichen Sozialversicherung

(ISBN: 3-631-53991-6)

Das Buch beschäftigt sich mit der Problematik der gemäß Art. 12 III GG zulässigen Form von Zwangsarbeit im Strafvollzug. Einige große deutsche Konzerne produzieren mittlerweile in Haftanstalten oder beschäftigen Strafgefangene betriebsintern, so dass die Thematik nicht nur wirtschaftlich an Bedeutung gewinnt. Ausgehend von einem historischen Abriss der Sozialversicherung wird beleuchtet, inwieweit die Phänomene heutiger Zwangsarbeit sozialversicherungsrechtliche Relevanz aufweisen. Daran anknüpfend werden staats- und grundrechtliche Auswirkungen analysiert. Denkbare alternative Entlohnungsmodelle unter dem Aspekt einer betriebs- und volkswirtschaftlichen Realisierbarkeit runden die Untersuchung ab.

B A N D 24 : Simone Kleespies: Kriminalität von Spätaussiedlern

(ISBN: 3-631-55504-0)

Die Arbeit beschäftigt sich mit der aktuellen Problematik der Integration von (Spät-)Aussiedlern in die bundesdeutsche Gesellschaft. Im Mittelpunkt steht dabei die - möglichst vorurteilsfreie - Untersuchung der Kriminalität von jungen männlichen Spätaussiedlern. Nach der Darstellung von geschichtlichen, rechtlichen und kulturellen Entwicklungen und Zusammenhängen werden die Erscheinungsformen der Aussiedlerkriminalität beschrieben und ausführlich behandelt. Im Umgang mit jungen Aussiedlern wird vor allem der Prävention Bedeutung beigemessen. Abschließend sind die Probleme mit Aussiedlern im Strafvollzug aufgezeigt und es werden Lösungsansätze erarbeitet.

B A N D 25 : Caroline Vöhringer: Tötung auf Verlangen

(ISBN: 978-3-631-57091-3)

Im Gegensatz zu anderen Rechtsordnungen sieht das deutsche Strafrecht keine Strafbarkeit der Beihilfe zum Suizid vor. Dadurch erlangt die Abgrenzung zwischen der straflosen Beihilfe und der strafbaren Tötung auf Verlangen eine zentrale Bedeutung. Weshalb hat der Gesetzgeber eine Unterscheidung angeordnet? Dieses Buch setzt sich mit den Argumenten für die Differenzierung auseinander, wobei auf die jüngsten auch europäischen Entwicklungen vor dem Hintergrund der Debatte um die Sterbehilfe sowie zu § 216 StGB eingegangen wird. Darüber hinaus wird das Zusammentreffen von privilegierenden und qualifizierenden Tötungsumständen diskutiert. Der Fall des "Kannibalen von Rothenburg" hat jüngst gezeigt, dass derartige Fallkonstellationen durchaus praktisch relevant sind.

B A N D 26 : Jörg Weddig: Mittelbare Täterschaft und Versuchsbeginn bei der Giftfalle

(ISBN: 978-3-631-57177-4)

Ob im Krimi oder in der Rechtswirklichkeit - namentlich bei Erpressungen von Lebensmittelketten: Die Konstellationen einer Giftfalle, bei der sich das Opfer unwissentlich selbst schädigen soll, erweist sich als ebenso interessante wie vielschichtige strafrechtsdogmatisch diskussionsbedürftige Konzeption. Ausgangspunkt der Überlegungen ist der skurrile "Bärwurz-Fall" (BGHSt 43, 177 ff.), in dem ein Passauer Apotheker eine Schnapsflasche mit tödlich wirkendem Gift befüllte, um damit Einbrecher "zur Strecke zu bringen", die zuvor daraus getrunken hatten. Die Arbeit plädiert zunächst für eine Anwendung der mittelbaren Täterschaft und entwickelt anhand dieser Rechtsfigur die Kriterien, die für den Versuchsbeginn maßgeblich sind. Dabei gilt das Hauptaugenmerk den Besonderheiten, die sich aufgrund einer bloßen Zweipersonenkonstellation, des fehlenden sozialen Kontaktes zwischen Hinter- und Vordermann, des Einsatzes einer Apparatur und schließlich der nur sehr vagen Erfolgsaussichten ergeben.

B A N D 27 : Isabel Albert: Innerfamiliäre Gewalt gegen Kinder

(ISBN:978-3-631-57862-9 )

Immer wieder bestürzen bekannt gewordene Fälle von Kindestötung, Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung im sozialen Nahraum die Öffentlichkeit. Innerhalb der thematischen Auseinandersetzung mit dieser Form der innerfamiliären Gewalt werden in diesem Buch Erscheinungsformen, Ausmaß und Ursachen aufgezeigt, Risikofaktoren und protektive Faktoren beleuchtet. Im Rahmen der Möglichkeiten der Bekämpfung steht die Entwicklung in der Gesetzgebung im Vordergrund, insbesondere die Postulation der gewaltfreien Erziehung im Bürgerlichen Gesetzbuch und die Abschaffung des Züchtigungsrechts im strafrechtlichen Bereich. Diskutiert werden auch der Schutz von Kindern durch das Gewaltschutzgesetz, Hilfs- und Schutzmöglichkeiten durch behördliches Handeln sowie schließlich alternative Formen der Prävention.

B A N D 28 : Nina Nestler: Churning

(ISBN: 978-3-631-57974-9 )

Der Sicherheit des Kapitalmarkts kommt eine immer größer werdende Bedeutung zu. Die Gewährleistung seiner Funktionsfähigkeit impliziert das Unterbinden strafbarer Handlungsweisen, durch welche Anleger Vermögensnachteile erleiden. Inwieweit das sogenannte Churning (Spesenschinderei) ein deliktisches Verhalten darstellt, unterzieht die Verfasserin einer eingehenden Würdigung. Dargestellt wird zunächst der Begriff der Spesenschinderei. Es folgt eine kritische Betrachtung der Strafbarkeit dieser Verhaltensweisen wegen Betrugs gemäß § 263 Abs. 1 StGB, Untreue nach § 266 Abs. 1 1. und 2. Alt. StGB sowie wegen Verleitung zu Börsenspekulationsgeschäften, §§ 49, 26 BörsG.

B A N D 29 : Leonie Ackermann: Die Altersgrenzen der Strafbarkeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz

(ISBN: 978-3-631-58026-4 )

Immer wieder stehen die Altersgrenzen der Strafbarkeit im Fokus juristischer und politischer Diskussionen. Die Autorin untersucht rechtsvergleichend die Strafmündigkeitsgrenze sowie die obere Grenze der Anwendbarkeit von Jugendstrafrecht in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Neben der Darstellung der geltenden Rechtslage wird auch erläutert, wie sich die aktuellen Altersgrenzen historisch entwickelt haben und welche Reformvorschläge derzeit diskutiert werden. Am Schluss der Betrachtungen steht die Frage nach den Vor- und Nachteilen einer Vereinheitlichung der Strafbarkeitsgrenzen innerhalb Europas.

B A N D 30: Annika Flaig: Die nachträgliche Sicherungsverwahrung

(ISBN: 978-3-631-57874-2)

Die Arbeit beschäftigt sich mit der noch jungen Maßregel "Nachträgliche Sicherungsverwahrung". Erklärtes Ziel der nachträglichen Sicherungsverwahrung: Die Verhinderung schwerer Rückfallstraftaten, d.h. schwere Straftaten verübt von solchen Tätern, deren Gefährlichkeit sich erst während ihrer Inhaftierung im Strafvollzug zeigen soll. Die Dissertation untersucht zunächst das Bedürfnis für eine nachträglich angeordnete Verwahrung von Tätern und spannt dann einen Bogen von der historischen Entwicklung über die Anordnungsvoraussetzungen, hin zu einem Ausblick auf künftige Entwicklungen im deutschen Strafrecht bei einer - zu prognostizierenden - Enttäuschung der Zielvorgabe. Die aktuelle Rechtsprechung findet dabei jeweils Berücksichtigung. Ein besonderes Augenmerk gilt auch den Besonderheiten der Maßregel im Hinblick auf jugendliche und heranwachsende Straftäter sowie der Ausgestaltung des Vollzugs.

 

B A N D 31: Simona Markert: Der bayerische Jugendstrafvollzug in Theorie und Praxis

(ISBN 978-3-631-63287-1)

Das Bundesverfassungsgericht erklärte am 31.5.2006 die damaligen rudimentären Regelungen des Jugendstrafvollzugs für verfassungswidrig. Zugleich gab es dem Gesetzgeber zur Umsetzung eines Jugendstrafvollzugsgesetzes eine Frist bis zum 31.12.2007. Mit Inkrafttreten des BayStVollzG am 1.1.2008 haben die Jugendlichen und Heranwachsenden in den bayerischen Jugendstrafvollzugsanstalten nach jahrelangem Bemühen schließlich eine gesetzliche Grundlage erhalten. Die Arbeit zeigt die Konsequenzen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts für den bayerischen Jugendstrafvollzug auf und bewertet diese. Dabei wird den Neuregelungen besonderes Augenmerk gewidmet. Befragungen der bayerischen Anstaltsleiter wurden in die Ausführungen eingearbeitet und stellen einen Bezug zur Praxis her.

B A N D 32: Klaus Jünemann, Gesetzgebungskompetenz für den Strafvollzug im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland

(ISBN: 978-3-631-62420-3)

Soll das Grundgesetz dem Bund oder den Ländern die Befugnis zur Gesetzgebung für den Strafvollzug zuweisen? Dieser aus strafvollzuglicher wie aus bundesstaatlicher Sicht fundamentalen Frage spürt die Arbeit nach. Den konkreten Anlass der Untersuchung bildet die sogenannte "Föderalismusreform 2006", in deren Rahmen die strafvollzugliche Gesetzgebungsbefugnis ausdrücklich vom Bund auf die Länder übertragen wurde. Der Kompetenzwechsel stieß in der Fachwelt auf ebenso einhellige wie scharfe Ablehnung. Nach der zentralen These der Arbeit sprechen dagegen keine überzeugenden fachlichen Gründe für eine Bundeszuständigkeit. Daneben fördert die Untersuchung die überraschende Erkenntnis zu Tage, dass der Bund völlig unbemerkt die Zuständigkeit für den Strafvollzug bereits seit 1994 verloren hatte.

B A N D 33: Lars Firchau, Das fachgerichtliche Rechtsbehelfssystem der Untersuchungshaft sowie die Regelung des Vollzugs - unter Einbeziehung des Bayerischen Untersuchungshaftvollzugsgesetzes

(ISBN: 978-3-631-64461-4)

Das Recht der Untersuchungshaft ist ein äußerst praxisrelevantes und wichtiges Thema. Die Föderalismusreform führte zu einer Neuordnung des gesamten Rechtsgebietes. Infolgedessen ging die Gesetzgebungskompetenz für den Untersuchungshaftvollzug mit Ausnahme von verfahrenssichernden Anordnungen auf die Länder über. Zudem wurden die §§ 112 ff. StPO neu gefasst. Im Vordergrund der Untersuchung steht die Auseinandersetzung mit den Rechtsbehelfen gegen Haftentscheidungen sowie gegen vollzugliche Beschränkungen zur Sicherung des Haftzweckes und gegen sonstige Entscheidungen und Maßnahmen im Vollzug. Die Arbeit widmet sich außerdem den in § 119 StPO enthaltenen vollzuglichen Regelungen. Der Schlussbetrachtung geht ein Kapitel über das Bayerische Untersuchungshaftvollzugsgesetz voraus.

B A N D 34: Sabine Carl, Proliferation and Implementation of Prison Ombudsmen

Comparative Analysis of The Prisons and Probation Ombudsman for England and Wales and the Justizvollzugsbeauftragter des Landes Nordrhein-Westfalen

(ISBN 978-3-631-64559-8)

Prison ombudsmen are charged with investigating claims of injustice and breaches of human rights within the total institutions of the penal system. This book comprehensively explains which needs these institutions were intended to meet, why they spread around the globe and how their proliferation determined their implementation. Using a grounded theory approach, the author examines one subject each from both the common and civil law world. The result is a detailed analysis of the acute impact of pressure on cross-fertilization processes involving human rights-sensitive penal institutions.

B A N D 35: Maximiliane Friederich, John Howard und die Strafvollzugsreformen in Süddeutschland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

John Howard und die Strafvollzugsreformen in Süddeutschland in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts

(ISBN 978-3-631-64842-1)

Die Konzeption John Howards war bis Mitte des 19. Jahrhunderts anerkannter Maßstab für humanen Strafvollzug in Süddeutschland und bereitete den Weg für die Freiheitsstrafe in ihrer heutigen Form. Zunächst werden in dieser Arbeit Strafgerichtsbarkeit und Strafvollzug in Englang zum Ende des 18. Jahrhunderts erläutert. Es folgen eine ausführliche Biografie Howards und die erste systematische Gesamtdarstellung seiner Forderungen für einen menschenwürdigen Strafvollzug. Beschrieben wird, wie seine Ideen in Süddeutschland rezipiert wurden. Schließlich verschafft das Buch den ersten Gesamtüberblick über die Strafvollzugsreformen in Baden, Bayern, Hohenzollern-Hechingen, Hohenzollern-Sigmaringen und Württemberg bis etwa 1860 sowie Howards Einfluss darauf.