Curriculum Vitae

Prof. Dr. Inge Scherer

Geboren am 1.5.1962 in Gießen, evangelisch-lutherischer Konfession, verheiratet mit Prof. em. Dr. jur. Eberhard Wieser. 1979-1984 Tätigkeit als freie journalistische Mitarbeiterin. Studium der Rechtswissenschaft von 1981–1985; 1986 Erste Juristische Staatsprüfung, 1989 Zweite Juristische Staatsprüfung; 1986 Promotion, 1995 Habilitation an der Universität Gießen für die Fächer Bürgerliches Recht, Gewerblicher Rechtsschutz, Zivilprozessrecht. 1993–1997 Lehrstuhlvertretungen und Lehraufträge an den Universitäten Marburg, Hannover, Bochum, Gießen, Würzburg, Potsdam. 1997 Berufung auf die Professur für Bürgerliches Recht an der Universität Würzburg. 1998 Umbenennung der Professur in „Professur für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht“.

Seit 2001: Baubeauftragte der Fakultät. Seit SS 2002: Fakultätsgutachterin für die Aufnahme zivilrechtlicher Dissertationen in die Reihe der “Würzburger Rechtswissenschaftlichen Schriften. Vom 1.10.2003 bis 30.09.2007: Studiendekanin der Juristischen Fakultät. Seit WS 2004/05 Fachmentorin der Fakultät für vorzeitige Studienmöglichkeit hochbegabter Schüler. WS 2004/05 bis SS 2005: Mitglied des Fachrats Rechtswissenschaft der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb). WS 2005/06 bis SS 2007: Mitglied der ständigen Kommission der Universität für Forschung, Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie Wissenschafts- und Technolgietransfer. Seit SS 2008: Mitglied der Universitätskommission für die Ausbauplanung.

21.7.2006: Verleihung des mit 2.500 Euro dotierten Alumni-Preises für hervorragende Leistungen im Studiendekanat: Ausgezeichnet wurde das Engagement für die Examensvorbereitung in der Juristischen Fakultät.

Forschungsschwerpunkte sind neben dem Bürgerlichen Recht und dem zivilprozessualen Erkenntnisverfahren das Einzel- und Gesamtvollstreckungsverfahren sowie das europäische Lauterkeitsrecht; in diesem Rahmen liegt der Focus insbesondere auf der Problematik des Spannungsfeldes zwischen eigenverantwortlichem Handeln der Marktsubjekte und der Notwendigkeit der Funktionsgarantie des Wettbewerbs. Hierbei wurden von 1999 bis 2001 insgesamt fünf Forschungsprojekte im Rahmen des europäischen Lauterkeitsrechts und des europarechtlichen Verbraucherschutzes durch das Europäische Rechtszentrum der Universität Würzburg gefördert. Auch die Kommentierung von Gesetzestexten aus dem UWG, die 2015 in 3. Auflage erscheint, betrifft diesen Forschungsschwerpunkt.

Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt ist das Engagement in der virtuellen Lehre: Seit 2005 besteht eine Beteiligung mit mittlerweile fünfzehn e-learning-Projekten zum Zivilrecht und Zivilprozessrecht (Erkenntnis- und Vollstreckungsverfahren) sowie zum Wirtschaftsprivatrecht bei der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb). Im Rahmen der virtuellen Lehre bestehen vielfältige Kooperationen mit zahlreichen Universitäten und Hochschulen, die intensiv die offerierten virtuellen Lehrangebote nutzen. Hier soll der Grundstein gelegt werden für eine intensive Verflechtung von Präsenzlehre und virtueller Lehre (Blended Learning). Für dieses Bemühen wurden Frau Prof. Scherer und ihr vhb-Team im November 2010 durch die vhb und den bayerischen Wissenschaftsminister prämiert. Der von der Professur Scherer angebotene Onlinekurs "Grundwissen Zivilrecht" erhielt dabei in der Kategorie "Stärkster Beitrag zur Entlastung der Präsenzlehre" die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung anlässlich des 10-jährigen Bestehens der vhb. Zudem arbeitet sie mit ihrem Team an den durch den Europäischen Sozialfond und den Freistaat Bayern geförderten Projekten "Juristische Erste Hilfe für kleine und mittlere Unternehmen" (Oktober 2011 bis September 2012) sowie "Vernetzung betriebswirtschaftlicher Aspekte mit juristischem Handeln" (seit Januar 2013) .

 

 

Frau Prof. Dr. Inge Scherer mit Ihren Kolleginnen Frau Prof. Dr. Eva-Maria Kieninger (mitte) und Frau Prof. Dr. Stefanie Schmahl (rechts).
Frau Prof. Dr. Inge Scherer mit zwei Studentinnen bei einer Preisverleihung durch die VHB.