Reaktionen auf das Fremde der anderen Religion: Was bedeutet interreligiös kompetentes Verhalten?

Aufgrund von Globalisierung, Medialisierung und kultureller Pluralisierung nehmen die Kontaktflächen zwischen den verschiedenen Religionen und deren Angehörigen in modernen Gesellschaften zu. Dadurch ist der einzelne mehr und mehr herausgefordert in seiner unmittelbaren Lebenswelt wie Schule, Arbeitsplatz, Nachbarschaft etc. mit den Überzeugungen und Praktiken fremder Religionen umzugehen. Aufgrund fehlender Wissensbestände und Erfahrungswerte kann sich der einzelne schnell überfordert fühlen. Das hat zu Folge, dass mögliche Begegnungen sowie die aktive Auseinandersetzung mit religiöser Differenz weitestgehend vermieden werden. Wird die fremde Religion darüber hinaus als Bedrohung der eigenen Identität oder als gesellschaftlicher Unruhestifter erlebt, bleiben Reaktionen der Abwertung und Aggression oft nicht aus.

Vor dem Hintergrund dieses Problemhorizonts fokussiert der Workshop zwei Fragen: Was passiert, wenn Menschen unterschiedlicher Religionszugehörigkeit aufeinandertreffen? Was bedeutet es, in einer solchen interreligiösen Begegnungssituation kompetent zu agieren? Die Auseinandersetzung mit diesen Fragestellungen soll unseren Blick auf die Vielgestaltigkeit von Religion und Religiosität weiten und nicht zuletzt unser Bewusstsein für binnenkonfessionelle Pluralisierungsprozesse schärfen, die zu Fremdheitserfahrungen selbst innerhalb der eigenen Bekenntnisreligion führen können.

Leitung:
Andrea Betz und Daniela Popp
Teilprojekt: Katholische Theologie
Raum: 127

Aus diesem Workshop bildete sich eine Open-Space-Diskussion mit folgendem Thema:

"Religionsfreiheit - Ein heißes Eisen?"


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rgebnis und Zusammenfassung zum Download: