Seminarbericht SS 2010 auf Sylt

Anfang Juli 2010 fand das Seminar zum Thema 'Zusammenwirken von Binnenmarktrecht und Internationalem Handelsrecht in einzelnen Bereichen des Wirtschaftrechts' auf der schönen Nordseeinsel Sylt statt.

Am 8. Juli machten sich 16 motivierte Seminarteilnehmer unter der Führung von Herrn Prof. Remien in aller Frühe auf den Weg in den Norden. Das frühe Aufstehen stellte für die Seminarteilnehmer die erste Herausforderung dar. Dank der zuverlässigen Verspätungen der Deutschen Bahn konnte aber letztendlich doch eine vollzählige Seminargruppe die weite Reise antreten. Nach einer langen Zugfahrt, die einige Seminarteilnehmer noch dazu nutzten ein letztes Mal an ihren Vorträgen zu feilen, kam die Seminargruppe auf Sylt an und konnte ihr Quartier in der Unterkunft 'Puan Klent' beziehen.

Zu Beginn des Seminars gab es eine kurze Begrüßung durch Herrn Prof. Remien, worauf die ersten Vorträge folgten. Das erste Thema lautete 'Ausscheren im Binnenmarkt nach Art. 114 Abs. 4-10 AEUV'. Nach einer angeregten Diskussion wurde das nächste Thema 'Europäische Rechtstitel des geistigen Eigentums und Möglichkeit der Gemeinschaftsgerichtsbarkeit nach Art. 262 AEUV' präsentiert. Danach freuten sich alle Seminarteilnehmer auf das erste gemeinsame Abendessen. Frisch gestärkt widmete sich die Seminargruppe den beiden verbleibenden Vorträgen des Tages 'Grundfreiheiten, Versicherungsrecht und Versicherungsrechtsangleichung' und 'Grundfreiheiten, Bankrecht und Bankrechtsangleichung'. Nach der anschließenden Diskussion zu beiden Themen spazierte die Gruppe über die Rantumer Dünen zum Strand. Nach ersten gewollten und auch ungewollten Wasserkontakten begab man sich zur berühmten Sansibar um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. An zwei großen Holztischen in den Dünen hatten die Seminarteilnehmer die Gelegenheit sich etwas besser kennenzulernen. Gegen Mitternacht kehrte die Gruppe gemeinsam nach 'Puan Klent' zurück und begab sich auf die jeweiligen Zimmer um für den kommenden Tag ausgeruht zu sein.

Am nächsten Morgen begannen die Vorträge pünktlich um 9.30h nach dem Frühstück. In Fortsetzung zum vorigen Abend beschäftigte man sich weiter mit den Grundfreiheiten, allerdings in einem anderen Kontext: zum einen 'Grundfreiheiten, Grunderwerbsbeschränkungen und Grundstücksrecht' und zum anderen 'Nationales sowie internationales Sportrecht und Grundfreiheiten'. Die interessanten Themen mündeten in eine besonders lebhafte Diskussion aller Seminarteilnehmer. Angeheizt durch die zu diesem Zeitpunkt noch nicht (auch nicht für Deutschland) beendete Fußballweltmeisterschaft gab es insbesondere zu diesem sportlichen Thema zahlreiche Beiträge. Danach war eine kurze Kaffeepause von Nöten, in der sich einige nochmal über den aktuellen Stand der Fußballspiele austauschen konnten. Darauf folgend wurde in den nächsten beiden Vorträgen 'Lufttransport im Europäischen Privatrecht und Internationalen Handelsrecht' und 'Eisenbahntransport im Europäischen Privatrecht und Internationalen Handelsrecht' das Transportrecht näher beleuchtet. In einer gemeinsamen Diskussion zu beiden Themen debattierte die Gruppe die Regelungen zum Transportwesen sowohl in hohen Lüften als auch auf dem sicheren Erdboden.

Nach einem kurzen Meinungsaustausch beschloss man die für den Nachmittag geplanten Vorträge auf den folgenden Vormittag zu verlegen um den Nachmittag am Strand genießen zu können.  Dieser Plan wurde sodann auch gleich nach dem Mittagessen in die Tat umgesetzt. Bei herrlichem Sonnenschein verbrachten die Seminarteilnehmer einen gemütlichen Nachmittag in und am Wasser.

 

Das Abendessen wurde von einem Großteil der Gruppe in 'Puan Klent' eingenommen und im Anschluss trafen sich alle für die weitere Abendgestaltung an der Strandpromenade in Westerland.     Dort ging man zum vergnüglichen Teil des Abends über. Inzwischen hatte sich aus den anfangs einander fremden Seminarteilnehmern eine homogene Gruppe entwickelt, die den Abend bei angeregten Gesprächen und der künstlerischen Gestaltung einer besonderen Postkarte verbrachte.

Nach dem netten Abend fanden sich alle Seminarteilnehmer am nächsten Morgen wieder pünktlich zum ersten Vortrag 'Internationale Handelsschiedsgerichtsbarkeit und Europäische Gerichtsstands- und Vollstreckungsverordnung (EuGVVO)' ein. Hierauf wurde das letzte Thema des Seminars 'Die Durchsetzbarkeit der in Mediationsvereinbarungen enthaltenen Mitwirkungspflicht in internationalen Handelsstreitigkeiten – Eine methodische und rechtsvergleichende Betrachtung' vorgestellt. Nach einer letzten Diskussion folgte die Abschlussbesprechung und die Seminarkritik durch Herrn Prof. Remien. Dabei machte Herr Prof. Remien auf Stärken und Schwächen in den Vorträgen und Diskussionen aufmerksam und gab gezielt Ratschläge die Schwachpunkte zukünftig zu vermeiden, sowie generelle Tipps und Verbesserungsvorschläge. Mit einem letzten Dank an alle Seminarteilnehmer endete ein bereicherndes und interessantes Seminar auf Sylt.

Constanze Schlegel