Sommersemester 2015

Seminare

Interkulturalität, Ethik und Recht


E-Learning-Kurs

Bei Kultur, Ethik und Recht handelt es sich um Konzepte, denen in unserer globalisierten Lebenswelt auf vielfältige Weise Relevanz zukommt. Die im Schnittstellenbereich bestehenden Wechselwirkungen sind mannigfaltig und uns im alltäglichen Handeln oftmals nicht bewusst. Erst die Auseinandersetzung mit dem „Anderen“ und „Unvertrauten“ eröffnet uns neue Perspektiven und befähigt uns schließlich auch zu einer tieferen Reflexion und Bewusstwerdung über die eigene Kultur. Im Verlauf des Kurses setzen sich die Teilnehmer intensiv mit ihrer eigenen kulturellen Identität auseinander, beschäftigen sich u.a. über interkulturelle Rechtsfälle mit Recht als einem kulturellen Phänomen und erwerben Kenntnisse im Bereich des ausländischen und internationalen Rechts. Dem Thema „Menschenrechte und Menschenwürde“ wurde ein eigenes Modul gewidmet. 

  • Anmeldung ab sofort (und auch im laufenden Semester) über die Virtuelle Hochschule Bayern (www.vhb.org)
  • Im vhb-Programm ist der Kurs im Bereich „Rechtswissenschaft“ zu finden
  • Online-Abschlussklausur voraussichtlich Mitte Juli stattfinden
  • Bei Fragen inhaltlicher und organisatorischer Art können Sie sich jederzeit an das Betreuerteam wenden. Bitte senden Sie hierzu eine Nachricht an: Martina.Weis@uni-wuerzburg.de
  • Der Kurs wird nach erfolgreichem Bestehen der Klausur als GSiK Seminar angerechnet.

 

 

Recht im Spiegel kultureller Werte


Blockseminar:
Gruppe 1 - 12. Mai, 16. und 23. Juni jeweils 10-13 Uhr
Gruppe 2 - 28. Mai, 11. und 18. Juni jeweils 13-16 Uhr

Was wir moralisch als Recht und Unrecht empfinden, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit unserer sozio-kulturellen Prägung. Doch nicht nur das subjektive Rechtsempfinden, sondern auch das geschriebene Recht ist ein „Kulturphänomen“. Seine Interpretation, Auslegung und Weiterentwicklung lassen sich stets auf kulturelle Werte zurückführen – kurzum: Recht ist Kultur. Sind wir ausschließlich mit dem eigenen Rechtssystem vertraut, lässt sich das Ausmaß seiner kulturellen Bedingtheit nur schwer erkennen. Solche „blinden Flecken“ in unserer individuellen Wahrnehmung können vor allem in der (interkulturellen) Berufspraxis fatale Folgen haben. Das Seminar behandelt die Bedeutungs-dimensionen und spezifischen Wechselwirkungen zwischen den Konzepten Recht und Kultur und möchte den Grundstein zum kulturellen Perspektivwechsel legen.
Für das Seminar erhalten Sie eine GSiK Seminarbescheinigung.

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Vorträge / Workshops / Tagungen

Hansischer Netzwerkhandel und süddeutscher Gesellschaftshandel im 15. Jh. - Dr. Ulla Kypta (Gothe Univesität Frankfurt a. Main)


Gastvortrag am Donnerstag 18.06.2015, 16:00 Uhr s. t., HS 3, Alte Universität (Doppelveranstaltung, siehe Vortrag unten)

Im späten Mittelalter handelten im Norden des Reiches hansische Kaufleute über ihre Netzwerke, während sich süddeutsche Kaufleute zu Handelshäusern zusammenschlossen, so lautet die gängige Forschungsmeinung. Sieht man jedoch genauer hin, so zeigt sich, dass auch im hansischen Norden im Verlauf des 15. Jahrhunderts Handelshäuser entstanden und im Süden stets zahlreiche Kaufleute Handel trieben, die keinem großen Handelshaus angehörten. Erweist sich der strukturelle Unterschied zwischen nord- und süddeutschem Handel als weniger entscheidend als bisher angenommen? Diese Frage soll im Vortrag anhand von Vertretungsbeziehungen untersucht werden. In Antwerpen, der Handelsmetropole des Spätmittelalters, ließen sich sowohl nord- wie süddeutsche Kaufleute von Repräsentanten vertreten. Eine Analyse dieser Beziehungen zeigt nicht nur erhebliche Ähnlichkeiten zwischen nord- und süddeutschen Geschäften, sondern macht vor allem deutlich, dass das idealtypische Bild des weisungsgebundenen Faktors einer Revision bedarf.

Interessierte sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Die Veranstaltung zählt als ein Vortrag i.S.d. GSiK-Projekts.


Die Rolle der Hanse in der wirtschaftlichen Entwicklung Preußens und Polens im Mittelalter - Prof. Dr. Roman Czaja


Gastvortrag am Donnerstag 18.06.2015, 16:00 Uhr s. t., HS 3, Alte Universität (Doppelveranstaltung, siehe Vortrag oben)

Im Vortrag soll die Rolle des hansischen Handels in der wirtschaftlichen Entwicklung des Weichseleinzugsbietes (Polen, Preuβen) unter der Berücksichtigung von vier Elementen vorgestellt werden: 1) Teilnehmer des Handels, 2) Warenstruktur des Handels, 3) Konjunkturschwankungen und 4) Zusammenhang zwischen Fernhandel und der Veränderung agrarischer Produktionsformen in den ostmitteleuropäischen Ländern. Der chronologische Rahmen umfasst die Zeitperiode vom 13. bis zur ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Interessierte sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Die Veranstaltung zählt als ein Vortrag i.S.d. GSiK-Projekts.


Traditionelle Hausherrschaft, Sklaverei und Zivilrechtsreform: Spannungen im brasilianischen Rechts des 19. Jahrhunderts." - Prof. Dr. Airton Seelaender (Universidade Federal De Santa Catarina)


Gastvortrag am Mittwoch 08.07.2015, 18:00 Uhr c. t., HS 2, Alte Universität

Interessierte sind herzlich eingeladen, teilzunehmen. Die Veranstaltung zählt als ein Vortrag i.S.d. GSiK-Projekts.