Am 14. Juli 2011 brach eine Gruppe von neun Seminarteilnehmern und Herrn Prof. Remien nach Sylt auf. Im Rahmen des Seminars zum Thema  „Optionales Instrument des europäischen Vertragsrechts - Probleme, Inhalte, Perspektiven“ sollten nach Abgabe der schriftlichen Arbeiten nun die mündlichen Vorträge folgen. Schon im Vorjahr war ein Seminar auf Sylt abgehalten worden, und der positive Erfahrungsbericht motivierte auch unsere Gruppe diese weite Reise von Würzburg nach Sylt zu bestreiten. So starteten wir um 7:15 Uhr am Würzburger Hauptbahnhof und trafen mit einem Hauch von Urlaubsstimmung gegen 14:30 Uhr am Bahnhof Westerland ein. Auch der bewölkte Himmel und leichter Regen, sowie die bevorstehenden Referate konnten unsere Stimmung nicht trüben. Die schöne Insel Sylt hatte es doch tatsächlich geschafft, dass unsere Nervosität bezüglich unserer mündlichen Referate in den Hintergrund trat. Mit dem Bus ging es schließlich weiter zu unserer Unterkunft, der Jugendherberge Puan Klent. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, starteten wir umgehend mit dem ersten Vortrag: „Die Option für das optionale Instrument – wer wählt es und wie wird es gewählt?“. In der folgenden Diskussion gab es keine Berührungsängste, im Gegenteil, es wurden die unterschiedlichsten Ansichten in einer, zum Teil hitzigen, Debatte über den „blue button“ ausgetauscht.

Schließlich hörten wir ein Referat über das Potential eines optionalen Instruments und betrachteten das Für und Wider eines solchen Instruments. Mit dem Ende dieser Diskussion wurde schließlich unser erstes gemeinsames Abendessen eingeläutet. Nachdem wir uns an einem vielseitigen Buffet stärken durften, betrachteten wir den persönlichen und sachlichen Anwendungsbereich eines möglichen optionalen Instruments. Damit hatten wir die grundlegenden Themen und Fragen zum optionalen Instrument abgeschlossen, und es folgten die spezielleren Themen: Vertragsschluss und Unwirksamkeit in einem optionalen Instrument, sowie Verjährung und optionales Instrument. Zu fortgeschrittener Zeit beschlossen wir schließlich die Vortragsreihe für diesen Tag zu beenden. Von der langen Zugreise ermüdet, ging es für die meisten von uns dann auch zügig ins Bett. Der Freitag startete um 8:00 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück, von welchem wir uns im Anschluss direkt in unseren Seminarraum begaben. Mit den Referaten über Dienstleistungen und optionales Instrument, Kaufrecht und optionales Instrument und letztlich Rechtsmängel, konnten wir pünktlich zum Mittagessen mit allen Vorträgen abschließen. Danach folgte eine Abschlussbesprechung, in der uns Herr Prof. Remien erste Eindrücke, Anregungen und Tipps für die Zukunft gab. Nun hatten wir den ganzen restlichen Tag frei und konnten uns von der Nervosität der letzten Tage erholen und entspannen.                          

Ein Teil von uns brach auf, um Sylt zu erkunden, der andere Teil wagte sich bei starken Wind und hohen Wellen an einen Strandspaziergang, mit dem Ziel, sich an der Sansibar mit heißen Getränken wieder aufzuwärmen. Mit den Heißgetränken kamen dann auch blauer Himmel und Sonne hervor, somit hatten wir für den Rückweg nach Puan Klent das schönste Wetter. Es folgte das Abendessen, bei dem wir beschlossen nach Westerland aufzubrechen, um den Abend dort in einem Irish Pub in geselliger Runde ausklingen zu lassen. Das schöne Wetter hielt sich auch noch am nächsten Tag, den wir, bis zu unserer Abreise am Nachmittag, in Westerland verbrachten. Die drei Tage auf Sylt waren sehr schön und bereichernd, es gibt wohl kaum einen schöneren Ort, den sich unsere Gruppe für das Seminar hätte wünschen können.