Prof. Dr. Inge Scherer und ihr Team prämiert

Virtuelle Hochschule Bayern:  Online-Kurse „Stärkster Beitrag zur Entlastung der Präsenzlehre“

Anlässlich der Feier zum 10-jährigen Bestehen der „Virtuellen Hochschule Bayern“ (VHB) am 26. November 2010 wurden besonders qualifizierte Online-Kurse und -Projekte ausgezeichnet. Eine Auszeichnung ging dabei an die Juristische Fakultät der Universität Würzburg: In der Kategorie „Stärkster Beitrag zur Entlastung der Präsenzlehre – Sommersemester 2010“ wurden Frau Prof. Dr. Inge Scherer und ihr Team für den Online-Kurs „Grundwissen Zivilrecht“ prämiert. Die mit 2500,- Euro dotierte Auszeichnung wurde einer Delegation des VHB-Teams in der Münchener Hochschule für angewandte Wissenschaften durch den Bayerischen Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch sowie den Leiter der VHB, Prof. Godehard Ruppert, überreicht.

Frau Prof. Scherer und ihr Team entwickeln und betreuen seit dem Wintersemester 2004/2005 Online-Kurse im Zivilrecht im Rahmen der VHB. So konnte das Angebot in Laufe der Zeit auf insgesamt fünf Kurse ausgebaut werden. Neben den Grundwissen-Kursen im Zivil- sowie Zivilprozessrecht werden aktuell ein Klausurenkurs, ein Kurs im Wirtschaftsprivatrecht sowie ein Examenskurs im BGB AT angeboten. Weitere Kurse sind bereits in Planung oder werden gerade erstellt.

Allein der ausgezeichnete Kurs „Grundwissen Zivilrecht“ wurde mittlerweile über 14.000 mal belegt. Die Inhalte des Kurses sind via Internet abrufbar und können unabhängig von Zeit und Ort erlernt werden. Die Belegungszahlen sind beeindruckend: Im Wintersemester 2009/2010 gab es insgesamt 66.000 Kursbelegungen an der VHB – nicht zuletzt dank der Angebote des VHB-Teams von Prof. Scherer: Insgesamt ist aktuell jeder sechste der insgesamt etwa 30.000 VHB-Studenten Teilnehmer eines der vom Würzburger Team entwickelten und angebotenen VHB-Kurse. Im letzten Sommersemester betreuten die Mitarbeiter in den fünf Kursen bereits über 5.500 Teilnehmer.

Michaela Schenkel, wissenschaftliche Mitarbeiterin und ausgebildete E-Learning-Tutorin, erklärt zur Konzeption des prämierten Kurses:  „Unserer Erfahrung in der universitären Ausbildung nach fehlt es vielen Studierenden nicht unbedingt am nötigen juristischen Wissen, sondern vielmehr an der Fähigkeit, dieses auch problemorientiert in der Klausur anzuwenden. Einen wesentlichen Bestandteil unseres Konzepts stellt daher die Möglichkeit dar, zu den Online-Inhalten passende Klausuren bei uns einzureichen, die wir entsprechend korrigieren. Der Student bekommt dadurch individuelles Feedback, um seinen Lernfortschritt im Online-Kurs zu kontrollieren und erhält zudem die Möglichkeit, Klausurpraxis zu sammeln.“

Dieses Konzept des „Blended Learning“ scheint aufzugehen. Mittlerweile arbeiten etliche Universitäts- und Fachhochschuldozenten aus ganz Bayern erfolgreich mit dem VHB-Team von Prof. Scherer zusammen und bieten in ihren Veranstaltungen VHB-Klausuren an. Die Studierenden, die im letzten Semester an 17 verschiedenen Universitäten und Fachhochschulen im Freistaat eingeschrieben waren, können aber auch individuell einzelne Klausuren – je nach persönlichem Lernfortschritt im Online-Kurs – zur Korrektur einreichen. Eine solche Teilnehmerbetreuung nutzt nicht nur den Studierenden, sondern entlastet auch die Präsenzlehre in enormem Maße.

Weitere Informationen zu den VHB-Kursen von Prof. Scherer finden Sie unter:

http://www.jura.uni-wuerzburg.de/lehrstuehle/scherer/online_vhb_kurse/

 

Preisübergabe in München: Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch (ganz rechts), Jacqueline Güntner (2.v.r.), Michaela Schenkel (3.v.r.), Lisa Oettig (hinten 4.v.r., alle VHB-Team Prof. Scherer), sowie VHB-Leiter Prof. Godehard Ruppert (ganz links).