E-Learning
Die Revolution in der Computertechnik führt in immer mehr Lebensbereichen zu einer weitreichenden Digitalisierung. Eines der Gebiete, das vom Einsatz des Computers besonders profitieren kann, ist die universitäre Lehre unter Einschluss der Fort- und Weiterbildung. E-Learning weist gegenüber dem herkömmlichen Lernen in Präsenzveranstaltungen erhebliche Vorteile auf: Es ist orts- und zeitunabhängig und kann deshalb von den Studierenden im Prinzip von überall aus genutzt werden: etwa zu Hause, in der Bibliothek oder auch im Zug.
Der Lernstoff lässt sich in kleinen, überschaubaren und beliebig wiederholbaren Einheiten zur Verfügung stellen. Je nach Themengebiet können zur Veranschaulichung und Vertiefung Grafiken oder animierte Darstellungen hinzutreten. Der Studierende bestimmt sein Lerntempo selbst. Er kann online mit anderen Nutzern des Lernprogramms in Kontakt treten, in Chat-Räumen oder auf virtuellen „schwarzen Brettern“ Erfahrungen austauschen und Lerninhalte diskutieren.
Die modernen Speichermedien erlauben es, gewaltige Informationsmengen zum Nachschlagen und Vertiefen bereitzustellen. Handelt es sich um einen Kurs mit online-Anbindung, so steht dem Nutzer sogar das gesamte Internet als Wissensspeicher zur Verfügung. Zu einem guten Lernprogramm gehören ferner Wissenstests, die von Satzergänzungs- und Multiple-choice-Fragen bis hin zu Klausuren oder anderen aufwändigen Testformen reichen können. Moderne E-Learning-Angebote, und dies ist von besonderer Bedeutung, beinhalten also weit mehr als bloß digitalisierte Bücher und Skripte. Es handelt sich um eine eigenständige neue Lehrform, die mehr und anderes bietet als das klassische Lehrbuch und die Präsenzlehre. Das E-Learning kann die klassische Universitätslehre somit sinnvoll ergänzen.

