Das war Samara 2011

In der Staatsuniversität Samara fand vom 15. bis 27. August 2011 die zweite Internationale Sommerschule „Gerechtigkeit: Russisch-deutsche Interpretationen“ statt.

Die Internationale Sommerschule wird an der Staatsuniversität Samara bereits das zweite Mal mit Unterstützung des Deutschen Goethe-Instituts und des Deutschen Zentrums in Samara durchgeführt. An der Sommerschule nahmen 18 Studenten teil, darunter drei aus Deutschland. Diese hatten eine gemeinsame Blockveranstaltung von GSiK und dem Neuphilologischen Institut - Slavistik der Uni Würzburg zum Thema "Gerechtigkeit: Deutsche und Russische Interpretationen" besucht und sich erfolgreich für ein Reisestipendium des Bayerischen Hochschulzentrums für Mittel-, Süd- und Osteuropa (BAYHOST) beworben.

Nähere Infos zu den deutschen Teilnehmern der Uni Würzburg finden Sie hier.

Nachdem letztes Jahr das "Wohlergehen“ im Zentrum der Aufmerksamkeit der Teilnehmer stand, wurde in diesem Jahr der Begriff „Gerechtigkeit“ eingehend behandelt.

In der Sommerschule trafen Studenten verschiedener geisteswissenschaftlicher Fachrichtungen, zum Beispiel aus soziologischen, philologischen und historischen Fakultäten, aufeinander. Die Arbeit im Rahmen der Sommerschule half den jungen Leuten aus Russland und Deutschland, sich selbst und auch die jeweiligen Vertreter einer anderen Kultur kennenzulernen und besser zu verstehen.

Die Sommerschule in Samara wird traditionell als interdisziplinäres Projekt durchgeführt. Die Studierenden konnten in den zwei Wochen Spezialisten aus verschiedenen Fachbereichen lauschen: So hielten die Slavistin Stephanie Schwarz (Julius-Maximilians-Universität), der Historiker Sergej Polskoj (SamGU), die Soziologin Julia Epanova (SamGU), die Linguisten Evgenij Stefanskij (SaGA) und Anna Pitschkur (SamGU), der Biologe Anton Vasin (SamGU), der Kinowissenschaftler Michail Kuperberg (Kinoklub „Rakurs“), der Philologe, Autor und Leiter der Sendung „Stadt, Geschichte, Ereignisse“ Michail Perepelkin (Telekanal „Samara GIS“) Seminare ab.

Konkret mussten die Teilnehmer, die in drei Gruppen eingeteilt waren, Interaktionen von Menschen im Sozium erforschen, beginnend auf Samaras Straßen und endend in engen Küchen. Um das Thema „Gerechtigkeit“ zu entschlüsseln, gingen die Teilnehmer der Sommerschule einen einfachen und gleichzeitig schwierigen Weg: Sie machten eine soziologische Umfrage unter den Einwohnern unserer Stadt Samara, um herauszufinden, was für jeden einzelnen „Gerechtigkeit“ bedeutet. Dieser Plan war auf der einen Seite einfach, doch erwies sich die Befragung als schwierig: Einige Samarer Bürger hatten überhaupt keine Vorstellung von Gerechtigkeit, andere wollten nicht antworten, sagten lediglich: „Diese Frage geht mich nichts an.“ Aber wen geht sie dann etwas an? Auf der belebten Leningrader Straße konnten nicht auf Anhieb wertvolle Antworten gefunden werden. Es musste lange und geduldig gefragt werden. Als Ergebnis entstanden ein Kurzfilm, eine Internetseite und eine wissenschaftliche Forschung.

Hier geht´s direkt zur Presseseite der Staatsuniversität Samara, Samarskij universitet. Dort finden Sie in Ausgabe Nr. 5 von 2011 auf S. 4 einen Bericht über die Sommerschule. Eine Vorschau sehen Sie durch Klicken auf das linke Bild. 

Die übersetzte deutsche Fassung des Artikels können Sie außerdem hier downloaden. Für eine Vorschau klicken Sie bitte auf das rechte Bild. 

Projektsprecher Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf     Domerschulstr. 16     97070 Würzburg     Tel. (09 31) 31-82303

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