Gewinner des GSiK-Schreibwettbewerbs
Die Gewinner des GSiK-Schreibwettbewerbs sind (klicken Sie auf den Namen, um den jeweiligen Essay zu lesen):

1. Platz: Kamil Lagun (Beitrag auf Wunsch des Autors aus privaten Gründen nicht länger öffentlich zugänglich)
Die Jury: „Der Autor erörtert die Problematik der Migranten in Deutschland überaus differenziert. Ihm ist es gelungen, seinen eigenen Migrationshintergrund unsentimental in die analytische Darstellung mit einfließen zu lassen. Dadurch kann er die objektive Perspektive von außen durch eine subjektive Innensicht erweitern. Der Begriff Integration wird von ihm nicht pauschal verwendet, sondern er unterscheidet vier Kriterien - die strukturelle, kulturelle, soziale und identifikatorische Dimension der Integration. Seine kritische theoretische Auseinandersetzung mit den Integrationsproblemen in Deutschland, speziell den Ursachen für ein Gelingen oder Scheitern der Integration, wird immer wieder durch konkrete Beispiele aus seinem persönlichen Umfeld ergänzt. Dem Autor ist eine außergewöhnlich reflektierte und differenzierte Auseinandersetzung mit dem Problem gelungen.“

2. Platz:
Achim Rüger
Die Jury: „Der Autor problematisiert die vielfach homogen gedachten Kategorien „die Migranten“ und „die deutsche Leitkultur“. Stattdessen verweist er darauf, dass die Gesamtheit der Menschen mit Migrationshintergrund eine überaus komplexe und heterogene Gruppe mit unterschiedlichen Werten, Interessen und Lebensstilen umfasst. Ähnlich verhält es sich mit der deutschen Bevölkerung, die bei weitem nicht als homogene kulturelle Kategorie gesehen werden kann. Um der immer noch vielfach praktizierten Pauschalisierung in „die Deutschen“ und „die Migranten“ entgegen zu wirken, verweist er auf die SINUS-Studie von 2007/2008, die die Situation der Migranten in Deutschland mit dem sogenannten Lebenswelt-Modell erfasst, wie es einige Jahre zuvor auch für die deutsche Kultur erstellt wurde. Mit insgesamt 8 sozialen Milieus können die pluralen Lebenswirklichkeiten sowohl der deutschen Mehrheitsgesellschaft als auch der Menschen mit Migrationshintergrund dargestellt werden und es kann gezeigt werden, dass beide Gruppen nicht mehr als kulturell homogen, sondern als hybrid gesehen werden müssen, da sich ihre kulturellen Wertvorstellungen ständig im Wandel befinden.“

3. Platz:
Sabine Metzger
Die Jury: „Mit zwei sehr gegensätzlichen Fallbeispielen beginnt die Autorin ihre Darstellung der Integrationsproblematik. Sie konzentriert sich im Folgenden auf die Gruppe der Asylbewerber und zeigt anhand der Situation des Asylbewerberheims in Würzburg die Problematik auf, mit der sich diese spezifische Gruppe von Menschen mit Migrationshintergrund auseinandersetzen muss. Mit ihrer persönlichen Kenntnis der Situation in einem Flüchtlingswohnheim kann die Autorin wichtige Einblicke in die Integrationsproblematik von Asylbewerbern geben. Sie zeigt außerdem verschiedene Lösungswege auf, anhand derer die Integration der Asylbewerber verbessert werden könnte.“

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