Allgemeine Erziehungswissenschaften
Angesichts der alltäglichen Präsenz kultureller Differenzen in der modernen, vor allem massenmedial globalisierten Migrationsgesellschaft wandeln sich auch die Voraussetzungen und Ansprüche an eine erfolgreiche Lebensführung. Aus diesem Grunde zählen Kompetenzen im Umgang mit den Herausforderungen, aber auch den Chancen kultureller Vielfalt nicht nur zu den momentan attraktivsten Zusatzqualifikationen für die Berufsprofilierung, sie stellen vielmehr auch ein wesentliches Merkmal zeitgemäßer Bildung dar und finden sich somit konzeptuell bereits eingebettet in einen pädagogischen Kontext.
An dieser Stelle verortet sich die Allgemeine Pädagogik mit ihren Beiträgen zum GSiK-Projekt. Die Entwicklung einer multiperspektivischen und interkulturellen Bildung beginnt mit der Reflexion und der Einsicht in die Kontingenz der eigenen, kulturell bedingten Sozialisations- und Bildungsgeschichte. Diese Reflexion ist ein Kernbestandteil pädagogischen Nachdenkens. An GSiK interessierte Student/inn/en finden in den Veranstaltungen der Allgemeinen Erziehungswissenschaft sowohl einen kulturtheoretisch fundierten Zugang zu Grundfragen interkultureller Forschung als auch praxisnahe Angebote zur Entwicklung ihrer interkulturellen Kompetenzen.
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Homepage des GSiK-Teilprojekts Allgemeine Erziehungswissenschaften.
Die detaillierten Veranstaltungsinformationen:
Seminare/Übungen/Blockveranstaltungen u.ä.:
- Seminar: Interkulturelle Bildung: Kultureller Rassismus und Diskriminierung
Anmeldung: Vom 04.10.-14.10.2010 per
SB@Home
Beginn: 21.10.2010, jeweils Do, 14:15-15:45 Uhr, Am Hubland (Philosophiegebäude), ÜR 23
Teilnehmer: Max. 20
Dipl. Päd. Stephan Heberlein, M.A.
Während der klassische Rassismus mittlerweile als wissenschaftlich unhaltbar angesehen wird, scheinen sich unter dem Deckmantel multikultureller Zielvorstellungen neue Formen der Diskriminierung zu etablieren. Dabei wird die vielbeschworene Rede von kultureller Vielfalt als Differenz- und Ausgrenzungskriterium subtil in Stellung gebracht. Die Nähe zum terminologischen Inventar des interkulturellen Diskurses führt jedoch zwangsläufig zu einer weitgehenden Immunität gegenüber der antirassistischen Bildungsarbeit und zwingt zu einer Reflexion der theoretischen Grundlagen. Dies soll im Seminar anhand von Texten von Stuart Hall, Étienne Balibar, Wolfgang Welsch, Hakan Gürses u.a. versucht werden.
SWS: 2
ECTS: 5
Zu erbringende Leistung: Hausarbeit (für ECTS), kurzer Essay für GSiK-Bescheinigung; Lehramtsstudierende (freier Bereich): wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben
- Seminar: Interkulturelle Bildung: Einführung in den interkulturellen Diskurs
Anmeldung: Vom 04.10 -14.10.2010 per
SB@Home
Beginn Gruppe 1: 25.10.2010, jeweils Mo, 16:15-17:45 Uhr, Neue Räume Phil – Raum 04
Beginn Gruppe 2: 26.10.2010, jeweils Di, 18:15-19:45 Uhr, Am Hubland (Philosophiegebäude), ÜR 23
Teilnehmer: Max. 20
Dipl. Päd. Florian Krückel
Das Seminar „Interkulturelle Bildung“ bietet die Möglichkeit, eine Einführung in den interkulturellen Diskurs aus einer genuin pädagogischen Perspektive zu erhalten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen die Bedeutung und verschiedene Formen von Sprache und Kultur im interkulturellen Kontext kennen. Sie können Konfliktpotentiale sowie Verstehensgrenzen definieren, Lösungsmöglichkeiten für kulturell bedingte Differenzen anbieten und lernen die zentralen Begrifflichkeiten des Diskurses kennen.
SWS: 2
ECTS: 5
Zur erbringende Leistung: Hausarbeit (für ECTS), kurzer Essay für GSiK-Bescheinigung; Lehramtsstudierende (freier Bereich): wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben
- Seminar: Interkulturelle Bildung: Differenz – Andersheit – Fremdheit
Anmeldung: Vom 04.10.-14.10.2010 per
SB@Home
Beginn: 25.10.2010, jeweils Mo, 18:15-19:45 Uhr, Am Hubland (Philosophiegebäude), ÜR 23
Teilnehmer: Max. 20
Dipl. Päd. Amelie Schrode
Die Begriffe Differenz, Andersheit und Fremdheit markieren Begriffsreihe eine thematische wie kategoriale Um- und Neuorientierung im kultur- und sozialwissenschaftlichen Diskurs. Spätestens mit den Debatten über die „Postmoderne“, wird dem Begriff der Differenz eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt und –eng damit verbunden – werden die Begriffe der Andersheit und Fremdheit in den Fokus des Denkens gerückt. In diesem Lektüreseminar soll geklärt werden, inwieweit diese Denkansätze in den kulturwissenschaftlichen Diskurs entlang der Begriffe Interkulturalität, Multikulturalität und Transkulturalität eingeordnet werden können. Dazu werden ausgewählte Theorieansätze zu Differenz (Jean-François Lyotard), zu Andersheit (Martin Buber) und zu Fremdheit (Bernhard Waldenfels) vorgestellt und sowohl auf ihre erkenntnistheoretischen als auch auf ihre handlungs-und sozialtheoretischen Implikationen untersucht.
SWS: 2
ECTS: 5
Zu erbringende Leistung: Hausarbeit (für ECTS), kurzer Essay für GSiK-Bescheinigung; Lehramtsstudierende (freier Bereich): wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben
Vortäge/Workshops/Tagungen u.ä.:
- Workshop: Konzepte antirassistischer Bildungsarbeit
Anmeldung: Vom 04.10.-14.10.2010 per
SB@Home
Termin: Informationen dazu finden Sie demnächst in
SB@Home
Teilnehmer: Max. 20
Dipl. Päd. Stephan Heberlein, M.A.
Dipl. Päd. Simone Imhof
Zu erbringende Leistung: Wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben
- Vortrag: Transkulturalität – Eine Bildungsaufgabe
09.12.2010, 20:00 Uhr (der Vortragsort wird demnächst bekannt gegeben auf:
www.bildungswissenschaft.uni-wuerzburg.de)
Prof. Dr. Wolfgang Welsch (Universität Jena)

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