Sonderpädagogik

Bedeutung interkultureller Kompetenz

Pädagogik bei Verhaltensstörungen beschäftigt sich mit auffälligem Verhalten und Erleben in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Kontexten – sowie mit der Frage entsprechender pädagogischer Prävention und Intervention. Auffälligkeiten werden häufig durch kulturelle Unterschiede erzeugt, da Kulturen Normen des adäquaten Verhaltens und Erlebens definieren. Des Weiteren kommt es bei Sozialkontakten zwischen Personen unterschiedlicher kultureller Hintergründe immer wieder zu Missverständnissen und Konflikten. Zudem fallen gerade Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene mit einem Migrationshintergrund in unserer Kultur häufiger mit ihren Verhaltensgewohnheiten auf, unter anderem im Zuge von Bewältigungsversuchen der kulturellen „Spannung“.

Aufgabe der Pädagogik bei Verhaltensstörungen im interdisziplinären Projekt „Globale Systeme und interkulturelle Kompetenz“ wird es sein, Studierenden aller Fachrichtungen, die zukünftig in einem multikulturellen Praxisfeld arbeiten werden, entsprechende Grundkompetenzen zu vermitteln, über interkulturelle Missverständnisse und Konflikte zu informieren sowie mit ihnen Präventions-, Interventions- und Lösungsstrategien zu entwickeln und erproben. Zum anderen sollen Verständnis und Sensibilität für die psychosoziale Belastung gefördert werden, die Migranten, Flüchtlinge und Asylbewerber vor und nach einem Kulturwechsel erleben. Ebenso werden Probleme bei und Möglichkeiten der Integration von Ausländern in deutschen Bildungs- und Erziehungseinrichtungen, aber auch im sozialen Leben, thematisiert.

Ansprechpartner

 

Prof. Dr. Roland Stein sowie Dipl.-Päd. Stephanie Wagner
Homepage

Institut für Sonderpädagogik
Lehrstuhl für Sonderpädagogik V
Pädagogik bei Verhaltensstörungen
Wittelsbacherplatz 1
D-97074 Würzburg
Tel. (09 31) 31 84 835
Fax. (09 31) 31 80 073


mail: roland.stein@uni-wuerzburg.de

 

 

Projektsprecher Prof. Dr. Dr. Eric Hilgendorf     Domerschulstr. 16     97070 Würzburg     Tel. (09 31) 31-82303