Überblick über die Examensvorbereitung
Die Juristische Fakultät der Julius-Maximilians-Universität Würzburg bietet ihren Studierenden die Möglichkeit, sich innerhalb eines Jahres gezielt und umfassend auf die Erste Juristische Prüfung vorzubereiten. Das Angebot der Fakultät setzt sich aus folgenden Bestandteilen zusammen:
1. Examenskurse der Professoren
Die von Professoren angebotenen Examenskurse erlauben es den gesamten examensrelevanten Stoff innerhalb von zwei Semestern zu wiederholen.
2. Vorbereitungskurse durch sonstiges Lehrpersonal
Vorbereitungskurse werden durch sonstige Lehrkräfte in der vorlesungsfreien Zeit angeboten werden und erlauben es den Stoff der nachfolgenden Examenskurse auffzurischen, zur Nacharbeit anzuleiten, sowie Themengebiete aufzugreifen, für die im Examenskurs nicht genug Zeit bleibt.
3. Examensklausurenkurs
Die juristische Fakultät bietet einen ganzjährigen Examensklausurenkurs an, bei dem die Examensanforderungen jeden Samstag von 9-14 Uhr trainiert werden können. An diesem Angebot beteiligen sich sämtliche Lehrstühle sowie Praktiker, die im ersten Staatsexamen als Prüfer mitwirken. Sie stellen eine Klausur, die zu einer festgelegten Zeit innerhalb von fünf Stunden zu bearbeiten ist, und übernehmen die Korrektur der abgegebenen Gutachten. Bei der Rückgabe der Arbeiten findet eine Besprechung statt, die auf die Probleme der jeweiligen Klausur und deren Bearbeitung eingeht. Günstiger Einstiegszeitpunkt ist ein Jahr vor dem beabsichtigten Examenstermin. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Samstagsklausuren, welche nicht bei der Besprechung der Klausur abgeholt wurden, können im Studiendekanat während der Sprechzeiten (Dienstag und Donnerstag jeweils von 10 – 12 Uhr) abgeholt werden.
4. Probeexamen
Zweimal jährlich (i.d.R. im März und September) bietet die Fakultät ein Probeexamen an. Dieses erlaubt es, unter Examensbedingungen den „Ernstfall“ zu proben und eine objektive Einschätzung des eigenen Leistungsstandes zu erhalten. Innerhalb von eineinhalb Wochen werden insgesamt sechs fünfstündige Klausuren mit den Prüfungsgebieten des wirklichen Examens (3x Zivilrecht, 2x Öffentliches Recht, 1x Strafrecht) geschrieben. Die Klausuren werden immer in der Zeit von 08:00 (s.t.) – 13:00 Uhr im HS I unter Aufsicht geschrieben. Es werden nur diejenigen Klausuren korrigiert, die im Hörsaal geschrieben wurden. Die Besprechungen finden jeweils in der Zeit von 14:00 – 16:00 Uhr im HS II statt, sofern keine abweichenden Angaben gemacht sind.
5. Simulationen mündlicher Prüfungen
In Gruppen von vier bis fünf Personen trainieren die Kandidaten in einer Simualation die Situation einer mündlichen Prüfung in Echtzeit und mit Fällen aus dem mündlichen Examen. Anschließend gibt es ein Feedback mit Notenvergabe, Manöverkritik und persönlichen Tipps. Jeder Studierende soll in jedem Rechtsgebiet mindestens zwei Simulationen absolvieren können, bevor er ins mündliche Examen geht.
6. Koordinations- und Informationsstelle
Die Koordinations- und Informationsstelle, die beim Studiendekanat angesiedelt ist, soll Ansprechpartner für Studierende und Dozenten sein, eine zentrale Homepage verwalten, auf der die Materialien zu den Examenskursen abgerufen werden können, die Organisation der Samstagsklausuren übernehmen und als einheitliche Anmeldestelle für die Simulationen mündlicher Prüfungen fungieren.