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    MA-Netze-DiReKT

    Das Projekt

    Innovationen und Digitalisierung stoßen einen tiefgreifenden und schnell voranschreitenden Wandel an, der völlig neue Möglichkeiten für revolutionäre Geschäftsmodelle und effizienteres Wirtschaften eröffnet. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bieten sich mit „intelligenten“ digitalisierten Produktionsverfahren und veränderten Wertschöpfungsprozessen große Chancen. Eine isolierte Betrachtung der Digitalisierung als reines „Problem“ des Technologiebereiches geht jedoch an den Realitäten der Praxis vorbei. Um im Rahmen des digitalen Wandels neuartige Technologien in den Herstellungsprozess zu implementieren und neue Produkte entwickeln und vermarkten zu können, müssen technische und digitale Kompetenzen um weiterführendes Wissen über rechtliche Rahmenbedingungen ergänzt werden.

    Die digitale Innovation, wie das Internet der Dinge, Digitalisierung von Produktions- und Unternehmensprozessen, Smart Services und Cloud Computing, Arbeiten in einer digitalisierten Arbeitswelt, intelligente Logistik und Mobilität, wirft zahlreiche Rechtsfragen auf vielfältigen Rechtsgebieten auf. Ohne ein umfassendes rechtliches Know-How, das gerade die Verzahnung und Entwicklung von Gruppeninteressen umfasst, können deshalb innovative Ideen trotz neuester Technologien nicht zur Realität werden. Interessanterweise existieren für ineinandergreifende Probleme, die nur parallel analysiert, bearbeitet und gebündelt transferiert werden können, Lösungsansätze aus dem Bereich der Digitalisierung, die auf die Netzwerkarbeit übertragen werden können. Sogenannte Multiagentensysteme bestehen aus gleichartigen oder unterschiedlich spezialisierten handelnden Einheiten, die kollektiv und nicht individuell ein Problem lösen. Dieser Ansatz widmet sich gerade wegen seines kollektiven Charakters dem Wissenstransfer in Netzwerken als systematische Vorgehensweise, der nicht in den Bereich individueller Beratung fällt. Dieser juristische Wissenstransfer in Netzwerken eröffnet daher ganz neue Perspektiven. Reale Netzwerke sollen sich im Rahmen des hier vorgeschlagenen Projekts gegenseitig mit virtuell geschaffenen in einer digitalen Welt ergänzen.

    Innerhalb der einzelnen sechs Netzwerke sollen Forschende der Rechtswissenschaften zusammen mit MitarbeiterInnen der KMU systematisch an der Erfassung genereller Rechtsprobleme im spezifischen Unternehmensumfeld zusammenarbeiten. Für jedes Netzwerk sollen Kooperationsvereinbarungen mit KMU getroffen werden. Anschließend werden Beispiele aus der Rechtsprechung, Fallszenarien und vertragliche Konzepte analysiert und allgemein gültige Lösungsansätze erarbeitet, die kategorisiert bzw. modularisiert und in dieser Form allen Netzwerken zur Verfügung gestellt werden. Die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den Netzwerken soll dabei nicht nur durch Veranstaltungen, sondern auch in Form einer virtuellen Informationsplattform vorangetrieben werden. Bei diesen Veranstaltungen handelt es sich um etwa 5 Aktionen pro Jahr, die in Form von Workshops, Seminaren oder Tagungen einen optimalen Wissenstransfer bieten.