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    Faculty of Law

    Vortrag „Die Aufgaben und die Bedeutung eines Diplomaten“

    Bildnachweise: Fachsprachen und ausländisches Recht / Oscar Michulka, Melissa Blohm 

     

    Herzlich Willkommen zum Vortrag „Die Aufgaben und die Bedeutung eines Diplomaten“ von Botschafterin Cecilia Villanueva Bracho und dem stellvertretenden Konsul Eduardo Ruiz Mazón (Konsulat von Mexiko in Frankfurt am Main)

    Bienvenidos a la conferencia „Las funciones y el significado de un Diplomático“ que el día de hoy impartirán la Embajadora Cecilia Villanueva Bracho Cónsul de México en Frankfurt am Main y el Cónsul Adcrito Eduardo Ruiz Mazón

    Im Laufe des Vortrags haben die Botschafterin und der stellvertretende Konsul die wichtigsten Aufgabennfelder eine Diplomaten erläutert. Im Auswärtigen Dienst gestalten die Diplomaten die Außenpolitik der Länder mit. Sie vertreten ihr Land in der Welt in bilateralen Beziehungen mit anderen Staaten, in den Vereinten Nationen und in anderen internationalen Gremien. Bei der anschließenden Fragerunde und der Diskussion wurde auf viele interessante Fragen eingegangen: 

    Wie sieht der Weg zum Beruf eines Diplomaten aus?

    Welche Verantwortung übernimmt der Auswärtige Dienst in der Außenwirtschaftsförderung oder in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik?

    Welche Regelungen trifft das Konsulat bezüglich Pass- und Staatsangehörigekeiten?

    Welche Wirkungen haben konsularische Amtshandlungen?

    Mexiko hat sich in den letzten Jahrzehnten als einer der wichtigsten Geschäftsländer in Nordamerika für Deutschland etabliert. Die Wirtschaft erlebt seit vielen Jahren einen erheblichen Aufschwung mit dem Ergebnis, dass Mexiko zu den 20 attraktivsten Länder bezüglich der ausländischen Direktinvestitionen gehört. Die stabile Marktsituation Mexikos, die günstige geografische Lage und die verbesserte Infrastruktur hat dazu beigetragen, dass viele deutsche Unternehmen ihre Werke nach Nordamerika verlegt haben. Vor allem ist die deutsche Automobilindustrie ist mit einem Anteil von 25,7 % im Vergleich zu den anderen Sektoren stark in Mexiko vertreten. Durch die immer engere Zusammenarbeit zwischen den deutschen und den mexikanischen Unternehmen und dem wachsenden Import und Export zwischen beiden Ländern, erhöht sich auch die Migration sowohl von Mexikanern in Deutschland sowie auch von Deutschen in Mexiko. Zurzeit leben in Deutschland ca. 18 000 Mexikaner und Mexikanerinnen. Somit ist die Bundesrepublik nach den USA, Kanada und Spanien 4. beliebtestes Einwanderungsland der Lateinamerikaner.

    Die wachsende und engere Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Mexiko stellt auch die Diplomatie vor schweren Aufgaben. Die Diplomatie dient dazu, dass die Staaten ihre Beziehungen mit friedlichen Mitteln pflegen. Wesentliche Aufgabe der Diplomatie ist für jeden Staat die Interessenwahrung. Dazu können die Förderung von politischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder wissenschaftlichen Beziehungen genauso gehören wie der internationale Einsatz für Menschenrechte oder für die friedliche Beilegung von Streitigkeiten.

    Der diplomatische Verkehr ist selbst Gegenstand einer Reihe von völkerrechtlichen Verträgen. Die Regeln, die heute weltweit im diplomatischen Verkehr zwischen den Staaten gelten, sind im Wiener Übereinkommen über die diplomatischen Beziehungen von 1961 festgelegt. Dieses bezieht sich vor allem auf den Schutz der eigenen Staatsangehörigen im Ausland. Neben den rechtlichen Normen werden im diplomatischen Verkehr auch viele ungeschriebene Regeln, Gebräuche und Konventionen befolgt. Sie sind nicht Selbstzweck, sondern dienen der möglichst reibungslosen Kommunikation zwischen den Staaten.

    Aufgrund der Wichtigkeit der Diplomatie in der globalisierten Welt arbeitet das Programm Fachsprachen und ausländisches Recht (Bereich Spanisch und Französisch) unter der Leitung von Dr. Laura Murguía-Goebel eng mit der mexikanischen Staatskanzlei zusammen, um den Interessierten Einblicke in den Beruf eines Diplomaten zu geben. Dank dieser Zusammenarbeit können die Studierenden der Julius-Maximilians-Universität Praktika in dem Konsulat von Mexiko in Frankfurt am Main realisieren. Dabei bekommen sie die Möglichkeit ihr Interesse an dem Beruf des Diplomaten zu wecken.

    Um die Wichtigkeit und die Bedeutung dieses Berufs hervorzuheben lud am 15. Juli 2019 das Fachsprachenprogramm Spanisch die mexikanische Botschafterin Cecilia Villanueva Bracho und ihren Stellvertretenden Konsul Eduardo Ruiz Mazónan ein. Die Auslandsvertretung des Konsulats von Mexiko in Frankfurt am Main haben im Rahmen der Veranstaltung Rechtsspanisch II einen Vortrag zum Thema „Die Aufgaben und die Bedeutung eines Diplomaten“ auf Spanisch gehalten.

    Eröffnet wurde die Veranstaltung durch die Leiterin des Programms Fachsprachen und ausländisches Recht für die Bereiche Spanisch und Französisch Dr. Laura Murguía-Goebel. Sie begrüßte Ihre Exzellenz Frau Botschafterin Cecilia Villanueva Bracho und den Stellvertretenden Konsul Eduardo Ruiz Mazónan, die aus Frankfurt gekommen sind, um den Studierenden der Julius-Maximilians-Universität Würzburg einen Einblick in den Beruf eines Diplomaten zu ermöglichen. Die Veranstaltung wurde nicht nur an die Studierenden der juristischen Fakultät angeboten, sondern war an alle fachübergreifenden Studiengänge der Universität gerichtet

    Der Schwerpunkt des Vortrags bezog sich auf die wichtigsten Aufgabenfelder einer Auslandsvertretung.  Die Botschafterin Cecilia Villanueva Bracho erläuterte im vollen Hörsaal III der juristischen Fakultät zu Beginn ihrer Präsentation den Weg zum Beruf eines Diplomaten in Mexiko. Dabei ging sie auf die Voraussetzungen ein, die ein mexikanischer Beamter im Rahmen seiner Karriere bei der konsularischen Betreuung im Ausland erfüllen muss. Des Weiteren legte die Botschafterin dar, wie ein Diplomat die Außenpolitik des Landes im Auswärtigen Dienst gestaltet. Die Abgesandten vertreten ihr Land in der Welt in den bilateralen Beziehungen mit anderen Staaten, in den Vereinten Nationen und in anderen internationalen Gremien. Darüber hinaus beziehen sie Stellung in der Außenwirtschaftsförderung oder in der Auswärtigen Kultur – und Bildungspolitik. Während des Vortrags bot die Botschafterin Cecilia Villanueva Bracho Einblicke in die politische Entwicklung Mexikos sowie auf aktuelle Geschehnisse bezüglich der deutsch-mexikanischen diplomatischen Verhältnisse.

    Im Zweiten Teil des Vortrags stellte der Stellvertretende Konsul Eduardo Ruiz Mazónan die rechtlichen Aspekte in der Arbeit eines Diplomaten vor. Der gelernte Jurist erläuterte den Teilnehmern die rechtlichen Regelungen die das Konsulat bezüglich Pass – und Staatsangehörigkeitsgelegenheiten zu beachten hat. Des Weiteren sprach er über die rechtlichen Auswirkungen im Auswärtigen Dienst, die aufgrund konsularischer Amtshandlungen entstehen. Zum Schluss ging er auf die Verantwortung und Verpflichtung eines Konsulats ein, das es gegenüber ihren Bürgern hat. Er stellte die juristischen Aufgabenfelder dar, die eine Auslandsvertretung zu übernehmen hat.

    Nach dem Vortrag bestand die Möglichkeit Fragen an die Diplomaten zu stellen. In der anschließenden Diskussion tauschten sich die Vortragenden mit den Zuhörern über die derzeitige Situation Mexikos sowie über die politischen Entwicklungen des Landes. Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Mittagessen, wo sich die Teilnehmer und die mexikanischen Diplomaten besser kennenlernten konnten und die Möglichkeit bestand sich über den Vortrag zu unterhalten.

    Von Oscar Michulka