China ist heute das größte und wichtigste „Rechtslaboratorium“ weltweit. Nach den Unruhen der Kulturrevolution, die teilweise in völlige Rechtlosigkeit mündeten, baute die chinesische Führung nach 1978 das Rechtssystem des Landes schrittweise neu auf. Das chinesische Strafgesetzbuch von 1997 wurde in erheblichem Umfang vom deutschen Strafrechtsmodell geprägt, was nichts zuletzt auf den Einfluss von Chinas Nachbarländern Japan und Südkorea zurückzuführen ist, deren Strafrechtswissenschaftler bereits seit längerem enge Beziehungen zur deutschen Strafrechtswissenschaft pflegen. Die ostasiatische Strafrechtswissenschaft kann das deutsche Modell allerdings nicht einfach kopieren, sondern prüft unter Berücksichtigung der eigenen Besonderheiten, welche Elemente des deutschen Modells sie zu übernehmen vermag. Der CDSV soll die bereits bestehenden Kooperationen auf wissenschaftlicher Ebene ergänzen und eine Basis für wissenschaftlichen Austausch und gegenseitige Unterstützung bei Forschungsvorhaben oder Auslandsaufenthalten sein.

Aktuelles

Vortrag von Frau Prof. Dongyan Lao: Wieso die Anonymität des Individuums im Internetzeitalter wichtig ist

Veranstaltungsankündigung | 2. Workshop der jungen chinesischen Strafrechtswissenschaftler:innen

Der erste Vortrag der Vortragsreihe ‘Neue Gesichter der deutschen Strafrechtswissenschaft’

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