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    Lehrstuhl für deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht

    Bericht über das deutsch-französische Seminar in Caen im März 2013

    Die Juristische Fakultät der Universität Würzburg und die Faculté de Droit de l'Université de Caen, Basse-Normandie, organisieren alle zwei bis drei Jahre ein deutsch-französisches Seminar, an dem Studierende und Lehrende beider Fakultäten teilnehmen.

    In diesem Jahr fand das deutsch-französische Seminar zu dem Oberthema "Gesundheit und Recht" ("La santé et le droit") vom 4. bis 8. März 2013 in Caen statt. Dafür reisten am 3. März 2013 sieben Jura-Studierende der Universität Würzburg nach Caen. Begleitet wurden sie von Tobias Winkler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für deutsches und ausländisches öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht, der im Jahre 2010 seinerzeit selbst am deutsch-französischen Seminar in Würzburg zum Generalthema "Armut und Recht" als Referent teilgenommen hatte.

    An dem diesjährigen Seminar waren mehrere Professorinnen und Professoren beider Fakultäten beteiligt, die Studierende zu unterschiedlichen Einzelthemen betreuten. Auf deutscher Seite lag die Gesamtorganisation bei der Caen-Beauftragten der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg, Frau Prof. Dr. Stefanie Schmahl, die neben Herrn Prof. Dr. Christoph Weber auch nach Caen reiste, um das Seminar gemeinsam mit ihm und den französischen Organisatoren zu leiten.

    Die Studierenden bearbeiteten unterschiedliche Einzelthemen aus verschiedenen Rechtsgebieten, die sich mit aktuellen Fragestellungen aus dem Bereich "Gesundheit und Recht" auseinandersetzten. Ziel war ein Rechtsvergleich zwischen der deutschen und französischen Rechtsordnung. Daher widmeten sich die französischen Teilnehmer den Einzelthemen aus der Perspektive des französischen Rechts, während die deutschen Teilnehmer dieselben oder ähnlich gelagerte Themenstellungen aus dem Blickwinkel der deutschen Rechtsordnung analysierten. Die Ergebnisse wurden dem Plenum in der Muttersprache des jeweiligen Referenten vorgetragen und anschließend in den wesentlichen Aussagen von Frau Prof. Schmahl und Herrn Prof. Weber in die jeweils andere Sprache übersetzt. Die Bandbreite der auf diese Weise diskutierten Themen reichte vom Schutz des kranken Arbeitnehmers im Arbeitsverhältnis über Fragen der zivil- und strafrechtlichen Haftung des Arztes sowie des Zugangs zur medizinischen Grundversorgung bis hin zu verfassungsrechtlichen Problemstellungen, wie zum Beispiel des Spannungsverhältnisses zwischen Schutz der Gesundheit und Privatleben sowie der Einwilligungsbedürftigkeit in die medizinische Behandlung.

    Begleitet wurde der fachliche Teil des Seminars von einem interessanten und anregenden Rahmenprogramm, das mit einem von der französischen Seite ausgerichteten Abendessen bereits am Anreisetag begann. Im Laufe der Woche standen dann eine Stadtführung, ein Empfang im Rathaus der Stadt Caen, ein Ausflug ans Meer nach Cabourg und der Besuch einer Cidre-Kelterei auf dem Programm. Außerdem hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einem Besuch der Cour d'appel in Caen Gelegenheit, Näheres über das französische Gerichtswesen zu erfahren. Seinen offiziellen Abschluss fand das Seminar in einem gemeinsamen Abendessen am Freitagabend. Am Samstag, dem 9. März 2013, traten die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich ihre Rückreise nach Würzburg an.

    Aufgrund der sehr positiven Resonanz, die das Seminar in Caen - ebenso wie in den Vorjahren - erneut erfahren hat, ist ein weiteres deutsch-französisches Seminar geplant, das voraussichtlich im Sommersemester 2015 in Würzburg stattfinden wird. Nähere Informationen hierfür werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

    Caen-Seminar 2013

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