Aktuelles und Termine

Richter entscheiden Rechtsstreitigkeiten. Dieser Satz klingt selbstverständlicher, als er ist. Denn bislang konzentrierte sich die historische Justizforschung zwar mit zahlreichen Aspekten der Gerichtsverfassung und des Gerichtsverfahrens, vernachlässigte dabei jedoch die originäre Tätigkeit des Gerichts. Die Rolle des Richters in der Bearbeitung, Zuspitzung und Entscheidung eines Gerichtsverfahrens epochenüberspannend und europäisch vergleichend näher zu untersuchen, erschien deshalb besonders reizvoll. Der Tagungsband versammelt deshalb Beiträge von Historikern und Rechtshistorikern, die sich mit der Rechtsfindung im eigentlichen Sinn beschäftigen. Die Beiträge spannen den Bogen von der ungelehrten Urteilsfindung des dinggenossenschaftlichen Verfahrens im mittelalterlichen Recht bis hin zur modernen Praxis der obersten Bundesgerichte. Dazwischen finden sich zahlreiche Stationen vom spätmittelalterlichen kanonischen Gerichtsverfahren bis zu den Oberappellationsgerichten des 19. Jahrhunderts und den Geschworenen- und Schöffengerichten im reformierten Strafverfahren. Den gemeinrechtlichen Bezugspunkt bilden nicht allein das Reichskammergericht und der Reichshofrat, sondern ebenso andere europäische Obergerichte, etwa aus Spanien, England, Schottland und Schweden. Auf diese Weise lassen sich Besonderheiten, aber auch typische Gemeinsamkeiten der frühneuzeitlichen richterlichen Entscheidungstätigkeit herausarbeiten.

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Handel, Recht und Gericht im Mittelalter und Neuzeit

Die Reichsstadt Nürnberg im regionalen und europäischen Kontext

Nürnberger Forschungen Band 32

Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg 978-3-87191-343-3 EUR 30.00

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Band enthält den wissenschaftlichen Ertrag der gleichnamigen Tagung die am 6. und 7. Juli 2018 in Nürnberg zugleich als 14. Jahrestagung der Gesellschaft für Bayerische Rechtsgeschichte stattfand. Sie wurde von der Gesellschaft in Kooperation mit dem Stadtarchiv Nürnberg, dem Arbeitskreis Handelsrechtsgeschichte und dem Bildungszentrum Nürnberg organisiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Band enthält auch eine Publikation von Frau Prof. Amend-Traut über "Kaufmännische Gutachten Nürnberger Provenienz. Weg zur Normativität?"

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Das 12. Wissenschaftliche Kolloquium, das unter dem Titel „Von Bußen und Strafen. Gerichtliche Verfolgung von Unrecht“ im März 2021 an der Forschungsstelle der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung stattfinden sollte, muss leider Corona-bedingt entfallen und wird verlegt.

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Die Juristin Frau Katharina Starz, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Deutsche und Europäische Rechtsgeschichte, Kirchenrecht und Bürgerliches Recht, wird bei ihrer Dissertation aus dem Fellowship-Programm des Zentrums Digitalisierung Bayern gefördert.

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