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Intern
Prof. Dr. Florian Bien

Journées internationales 2022 der Association Henri Capitant in Bogotá, Kolumbien

07.11.2022

Dr. Becker und Dr. Fischer vertraten den Lehrstuhl Bien bei der Manifestation Off

Blick auf Bogotá vom Mount Monserrate
Blick auf Bogotá vom Mount Monserrate Quelle: privat

Vom 3. bis 5. Oktober 2022 fanden in Bogotá (Kolumbien) die Journées internationales 2022 der Association Henri Capitant statt. Die Jahrestagung der französischsprachigen Juristenvereinigung stand in diesem Jahr unter dem Thema „Les plateformes“. Mitglieder der insgesamt 55 Ländergruppen berichteten vom Umgang in ihrer jeweiligen Jurisdiktion mit großen Online-Plattformen. Zu den hochkarätigen Referentinnen und Referenten gehörten beispielsweise Professor Cyril Grimaldi (Université Paris 13, Generalsekretär der Association Henri Capitant), Professor Juan Carlos Henao (Universidad Externado de Colombia) sowie Professor Martine Béhar-Touchais (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne), die die Erkenntnisse der Tagung am letzten Veranstaltungstag in ihrem „Rapport de synthèse“ zusammenfasste. Die deutsche Delegation bestand – neben zwei Mitarbeitern des Lehrstuhls – aus den Professoren Gerald Mäsch (Universität Münster), Niels Petersen (Universität Münster) und Gerald Spindler (Universität Göttingen).

Den Lehrstuhl Bien vertraten in diesem Jahr unsere Mitarbeiter Dr. Björn Christian Becker und Dr. Moritz Fischer im Rahmen der sogenannten „Manifestation Off“. In diesem Format lösen Nachwuchswissenschaftler aus verschiedenen Nationen einen praktischen Fall jeweils aus der Perspektive ihrer eigenen Rechtsordnung. Thematisch hatten sich die Referentinnen und Referenten bei der „Manifestation Off“ mit der zivilrechtlichen Haftung im Zusammenhang mit Crowdfunding-Plattformen auseinanderzusetzen. Aus deutscher Perspektive war das Thema unter anderem deshalb besonders interessant, als das „echte“ Crowdlending, also die direkte Aufnahme von über eine Online-Plattform vermittelten Privatkrediten, praktisch erst in diesem Jahr mit dem Inkrafttreten der sogenannten „Schwarmfinanzierungs-Verordnung“ (VO (EU) 2020/1503) ermöglicht wurde. Neben den deutschen Vertretern gaben im Rahmen der Manifestation Off Referentinnen und Referenten aus der Dominikanischen Republik, Frankreich, Italien, Kolumbien, Polen, Südkorea sowie Uruguay ihre Einschätzungen zur Falllösung ab.

Der Lehrstuhl Bien bedankt sich besonders herzlich bei den kolumbianischen Gastgebern der Universidad Externado de Colombia sowie der Universidad de los Andes für die rundum perfekte Organisation der Veranstaltung. Ebenfalls herzlich gedankt sei der Association Henri Capitant, insbesondere ihrem Präsidenten, Herrn Professor Philippe Dupichot (Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne), sowie der Jubiläumsstiftung zum 400-jährigen Bestehen der Universität Würzburg für die großzügige Unterstützung, die die Teilnahme unserer Mitarbeiter an den Journées internationales erst ermöglicht hat.

Hintergrund:

Die Association Henri Capitant bildet eines der weltweit größten Netzwerke der kontinentaleuropäischen Rechtstradition und umfasst derzeit 55 Ländergruppen. Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Association liegt auf der Weiterentwicklung der zivilistischen Rechtstradition sowie auf der Beratung bei gesetzgeberischen Vorhaben in Europa und weltweit. Nähere Informationen sind hier zu finden.

Vergangene Veranstaltungen der Association Henri Capitant

Prof. Bien und sein Lehrstuhlteam haben sich schon an vergangenen Journées internationales der Vereinigung beteiligt: Im Jahr 2016 trug Prof. Bien gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Rüdiger Morbach in Berlin (hier) zum Thema „Mondialisation“ und im Jahr 2019 gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Moritz Fischer in Paris (hier) zum Thema „Solidarité“ vor. Die Beiträge wurden auch veröffentlicht. An den begleitenden Veranstaltungen für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler („Manifestations Off“) waren die deutsche Sektion der Vereinigung und der Lehrstuhl Bien bereits in den Jahren 2018 (Kanada) und 2019 (Paris) durch Dr. Rüdiger Morbach, jetzt Rechtsanwalt in Frankfurt, vertreten. 

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