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Prof. Dr. Florian Bien

Erschienen: Bien/Becker, 50+1-Regel ohne Ausnahmen: Ein kartellrechtliches Eigentor (Teil 1)

30.04.2026

WRP 2026, S. 571-577

Das aktuelle Heft der Zeitschrift Wettbewerb in Recht und Praxis enthält einen Beitrag von Dr. Björn Chr. Becker (Habilitand an der Juristischen Fakultät der Universität Würzburg, z. Zt. Lehrstuhlvertreter und Gastprofessor an der HU Berlin) und Prof. Dr. Florian Bien (JMU Würzburg) zur aktuellen Debatte betreffend die 50+1-Regel im deutschen Fußball. Die Beachtung der 50+1-Regel ist Voraussetzung für die Teilnahme an der Bundesliga und 2. Bundesliga. Sie besagt, dass ein e. V. die Mehrheit an der ausgegliederten Profiabteilung (häufig eine AG oder KG) halten muss, um eine Lizenz zu erhalten. Das Bundeskartellamt untersucht derzeit die Konformität dieser Regel mit dem Kartellverbot. Das Amt empfiehlt der DFL, die Ausnahmen zugunsten langjähriger Förderer ihres jeweiligen Fußballvereins abzuschaffen und die Regel im Übrigen streng durchzusetzen.

In Teil 1 des Beitrags führen die Autoren in die kartellrechtliche Problematik der 50+1-Regel ein und grenzen die von der Wettbewerbsbeschränkung betroffenen Märkte ab. In Teil 2 des Beitrags, der im nächsten Heft 6/2026 der WRP erscheint,  zeigt, dass eine 50+1-Regel ohne Ausnahmen als bezweckte Wettbewerbsbeschränkung zu qualifizieren wäre. Damit würde eine Ausnahme vom Kartellverbot gemäß der Wouters-Doktrin von vornherein nicht in Betracht kommen.

Der Beitrag beruht auf einem Rechtsgutachten, um das der Erstautor von einem am Verfahren vor dem Bundeskartellamt Beteiligten gebeten wurde.

Hier geht es zum Beitrag.

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