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    Juristische Fakultät

    Bericht zum Vortrag "100 Jahre Frauenwahlrecht"

    Am 12. November 2018 fand anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Frauenwahlrechts und des 30-jährigen Jubiläums der Frauenbeauftragten an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg ein Vortrag von Frau Prof. Dr. Neri-Ultsch statt.

    Nach einer kurzen Begrüßung durch die Frauenbeauftragte der Juristischen Fakultät, Cathrin Silberzahn, begann der Vortrag von Frau Prof. Dr. Neri-Ultsch.

    Darin ging es vor allem um die geschichtliche Entwicklung hin zum Frauenwahlrecht. In Deutschland wurde das Frauenwahlrecht erstmals als Reaktion auf die Paulskirchenverfassung von 1849 gefordert, in der keinerlei Frauenrechte enthalten waren. Außerdem durften Frauen keine Mitglieder in Vereinen sein. Dies änderte sich jedoch 1908, nachdem Frauen wegen der Industrialisierung erwerbstätig sein durften, ihr Abitur machen und sogar studieren durften. Mit der Änderung des Vereinsgesetzes konnten auch Frauen Mitglieder in Vereinen und Parteien werden. Am 19. März 1911 wurde der erste internationale Frauentag gefeiert, wobei das Frauenwahlrecht im Mittelpunkt stand. Dieses wurde dann am 12. November 1918 durchgesetzt. Seitdem dürfen Frauen deutschlandweit das aktive und passive Wahlrecht ausüben. Bei der ersten bayerischen Landtagswahl betrug die Wahlbeteiligung der Frauen nahezu 90% und die Frauenquote im ersten bayerischen Landtag 4,4 %. Außerdem gelang es den sogenannten Müttern des Grundgesetzes, in die Verfassung aufzunehmen, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind, Art. 3 Abs. 2 Satz 1 GG.

    Heute wird noch gefordert, Frauen und Männer nach dem Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ gleich zu bezahlen.

    Auf den Vortrag folgten eine Fragerunde sowie ein Stehempfang, der zum Austausch und zum Gespräch anregte.

    Vortragsankündigung: 30 Jahre Frauenbeauftragte und 100 Jahre Frauenwahlrecht

    Am 12.11.2018 wird Frau Prof. Dr. Neri-Ultsch einen Vortrag zum Thema „Nun begann ein neues Leben!“ 100 Jahre Frauenwahlrecht – Parlamentarierinnen in Bayern. Eine Bilanz. halten.

    Mit der Ausrufung des Freistaats Bayern erhielten die Frauen in Bayern bereits am 8.11.1918 das aktive und passive Wahlrecht – noch bevor am 12.11.1918 das Frauenwahlrecht in Deutschland verkündet wurde. Der Erhalt des Wahlrechts stellte einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg der politischen Teilhabe und der Gleichberechtigung dar. Nachdem Frauen nunmehr seit 100 Jahren in Deutschland in politischer Verantwortung stehen und Bayern dabei eine Vorreiterrolle spielte, bietet das Jubiläum einen geeigneten Anlass, um wichtige Wegmarken und deren Bedeutung für die politische Teilhabe von Frauen in den Blick zu nehmen und das Erreichte zu bilanzieren. Der Vortrag beschäftigt sich sowohl mit der Vorgeschichte – dem Weg zum Frauenwahlrecht und zur Gleichberechtigung als auch mit der Bedeutung, dem Selbstverständnis und der Politik der Parlamentarierinnen in Bayern.

    Der Vortrag findet statt um12 Uhr ct in HS 317 an der Neuen Universität, Sanderring 2, 97070 Würzburg.

    Im Anschluss wird es einen Stehempfang geben.

    Verwirklichung des Gleichstellungskonzeptes schreitet voran

    Am 29.08.2017 wurde die Zielvereinbarung zur Umsetzung der Gleichstellung in der Julius- Maximilians-Universität Würzburg zwischen der Hochschulleitung und der der juristischen Fakultät unterzeichnet. Sie soll bis 2020 gelten und schwerpunktmäßig dazu beitragen, den Frauenanteil in der Wissenschaft vor allem auf Ebene der Doktorandinnen, Habilitandinnen und Professorinnnen zu erhöhen.

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    97070 Würzburg

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