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Intern
  • Drei Studierende tragen T-Shirts mit einem Aufdruck der Universität Würzburg.
  • Studierende in der Vorlesung
  • Leuchtende digitale Formen vor einem blauen Hintergrund.
Juristische Fakultät

Kolloquium 2023

Bildnachweise: Fachsprachen und ausländisches Recht

Kolloquium der Deutsch-Mexikanischen Juristenvereinigung in Kooperation mit dem Fachsprachenprogramm und dem Institut für internationale Rechtbeziehungen der FernUniversität Hagen.

Das spanischsprachige Kolloquium fand in Frankfurt am Main statt. Dieses Jahr wurde den Teilnehmern ein Einblick in die aktuellen Themen und Fragen zum internationalen Wirtschaftsrecht, internationalen Steuerrecht, Richterwahl, internationalen Privatrecht, Investitionsrecht im Energiesektor und Schiedsgerichtsbarkeit verschafft. 

 

Donnerstag, den 12. Oktober 2023:

Ab 10.30 Uhr: Einschreibung der Teilnehmer vor Ort

10.45 – 11.00 Uhr: Eröffnung der Tagung und Begrüßung Prof. Dr. Karl August Prinz von Sachsen-Gessaphe, Präsident der DMJV sowie Vorsitzender des Instituts für internationale Rechtsbeziehungen der FernUniversität in Hagen und Direktor der Abt. Recht der Iberoamerikanischen Staaten

11.00 – 11.30 Uhr: „Reflexiones sobre la situación actual de México “ Embajadora Cecilia Villanueva, mexikanische Konsulin in Frankfurt am Main

11.30 – 12.00 Uhr: “Tratados de doble imposición entre México y Alemania” Prof. Dr. Vicente Torre Delgadillo, UASLP

12.00 – 12.30 Uhr: “Doppelbesteuerung aus deutscher Perspektive” Gustav Albrecht, Rechtsanwalt, Steuerberater, SWR Weißenburg

12. 30 – 12.45 Uhr: Diskussion zu den Referaten von Albrecht und Torre

12.45 – 14.15 Uhr: Gemeinsames Mittagessen

14.15 – 14.45 Uhr: „Eheschließung in doppelter Stellvertretung nach mexikanischem Recht“ Prof. Dr. Karl August Prinz von Sachsen-Gessaphe, FernUniversität in Hagen

14.45 – 15.45 Uhr: “La Sustracción Internacional de Menores desde una perspectiva mexicana” Prof. Nuria González Martín, Universidad Nacional Autónoma de México

15.45 – 16.00 Uhr: Diskussion zu den Referaten von von Sachsen und González

16.00 – 16.15 Uhr: Kaffeepause

16.15 – 17.00 Uhr: “Richterwahl in Deutschland” Prof. Andreas Haratsch, FernUniversität in Hagen

17.00 – 17.30 Uhr: “Selección de Jueces en México” Lic. Juan Pablo Campos González, Konrad-Adenauer-Stiftung, Ciudad de México

17.30 – 18.00 Uhr: “Reformas a la Ley Federal Electoral Mexicana” Dr. Felipe De la Mata, Magistrado del Tribunal Electoral del Poder Judicial de la Federación, Ciudad de México

18.00 – 18.15 Uhr: Diskussion zu den Referaten von Haratsch, Campos und De la Mata

18.15 – 18.30 Uhr: Zusammenfassung des Tages und Schlusswort

19.30 Uhr: Gemeinsames Abendessen

Freitag, den 13. Oktober 2023:

9.30 - 11.00 Uhr: Mitgliederversammlung DMJV e.V. (Ort wie Vortag) Fortsetzung der Jahrestagung:

11.00 – 11.30 Uhr: „Der Energiesektor in Mexiko aus juristischer Perspektive“ Nora Victoria Hesse, Dr. candidate, München

11.30 – 12.15 Uhr: "Energía y soberanía: enseñanzas y perspectivas de las disputas de inversión en el sector energético mexicano" Luis González García, Matrix Chambers, London

12.15–12.30 Uhr: Diskussion zu den Referaten von Hesse und González

12.30 – 14.00 Uhr: Gemeinsames Mittagessen

14.00 – 14.15 Uhr: „Caso sobre arbitraje de inversión relacionado con México en el sector minero“ Roberta Rodrigues Barth, Studentin, JMU Würzburg

14.15 – 14.30 Uhr: „Caso sobre arbitraje de inversión relacionado con México en el sector agrario“ Sonja Neuburger, Studentin, JMU Würzburg

14.30 – 14.45 Uhr: Diskussion zu den Referaten von Rodrigues und Neuburger

14.45 -15.00 Uhr: Kaffeepause

15.00 – 15.30 Uhr: „La ley aplicable a la cláusula arbitral en ausencia de elección de las partes” Alejandro Arias de Luna, LL.M. candidate, München

15.30 – 16.00 Uhr: „Contratos internacionales – Lo que todo abogado mexicano y alemán deben de saber” Andrés Zermeño, LL.M. candidate and legal counsel at QIMA Limited

16.00 Uhr: Diskussion zu den Referaten von Arias und Zermeño sowie Schlusswort zu Tag 2

ca. 16.15 Uhr Ende der Veranstaltung

Jahrestagung in Kollaboration mit der Deutsch-Mexikanischen Juristenvereinigung e.V. zu aktuellen Themen in den Bereichen IPR sowie Wahlsystemen, Investitionsrecht, Energierecht, Schiedsgerichtsbarkeit und internationalen Verträgen in Frankfurt am Main.

Am Donnerstag und Freitag, den 12. und 13. Oktober 2023, nahmen einige Studierende unseres spanischen Fachsprachenprogramms der juristischen Fakultät die Möglichkeit wahr, am alljährlich stattfindenden Kolloquium der Deutsch-Mexikanischen Juristenvereinigung e.V. (DMJV) teilzunehmen. Die diesjährige Tagung fand in den Räumlichkeiten der FernUniversität Hagen in Frankfurt am Main statt. 

In diesem Jahr lag der Fokus auf Themen aus den Bereichen des Internationalen Privatrechts sowie Investitions- und Energierechts. Hierzu referierten Juristen und Studierende aus verschiedensten Themenbereichen aus Europa und Lateinamerika.

Die Kooperation mit der Deutsch-Mexikanischen Juristenvereinigung besteht dank Frau Dr. Murguía-Goebel schon seit 2010 und wird durch die Teilnahme von Studierenden im Rahmen der Jahrestagungen stetig gefestigt. Voraussetzung für die Möglichkeit, als Referent an der Konferenz mitzuwirken, ist die Teilnahme am spanischen Fachsprachenprogramm, überdies vor allem der Besuch der Kurse „Discutiendo cuestiones legales y redacción jurídica“ und „Medios alternos de solución de conflictos en España y América Latina“. Besagte Kurse bieten eine optimale Vorbereitung und ermöglichen es ihren Teilnehmern, eine intensive Betreuung im Hinblick auf die anstehende Präsentation zu erhalten und an den Diskussionen teilzunehmen.

Zu Beginn des zweitägigen Kolloquiums richtete Prof. Dr. Karl August Prinz von Sachsen-Gessaphe, Vorsitzender der Deutsch-Mexikanischen Juristenvereinigung und des Instituts für internationale Rechtsbeziehungen der FernUniversität Hagen, Grußworte an die anwesenden Mitglieder und Studentinnen und hieß alle Anwesenden im Namen der gastgebenden FernUniversität willkommen.

Eröffnet wurde das eigentliche Programm sodann von Frau Botschafterin Cecilia Villanueva Bracho, Konsulin des mexikanischen Konsulats in Frankfurt am Main, mit einer Rundschau zur aktuellen Situation Mexikos und den relevantesten mexikanischen Gemeinschaften außerhalb Mexikos.

Anschließend legten Prof. Dr. Vicente Torre Delgadillo von der Autonomen Universität San Luis Potosi (USALP) und Gast Professor in Würzburg seit 2008 und Gustav Albrecht, Rechtsanwalt und Steuerberater von der SWR Weißenburg das Problem der Doppelbesteuerung sowohl aus mexikanischer als auch aus deutscher Perspektive dar.

Während der Mittagspause, in welcher den Teilnehmenden dankenswerterweise von der FernUniversität Hagen ein üppiges Buffet bereitgestellt wurde, bot sich den Studierenden die Möglichkeit, in entspannten Austausch mit Vertreten aus Praxis und Lehre zu treten und so den ein oder anderen wertvollen Kontakt in die Arbeitswelt zu knüpfen.

Die nächsten Vorträge beleuchteten hoch spannende Themen aus dem Internationalen Privatrecht. Zunächst ging Prof. Dr. Karl August Prinz von Sachsen-Gessaphe auf die Eheschließung in doppelter Stellvertretung nach mexikanischem Recht ein und beleuchtete dabei, wie Agenturen ein Geschäftsmodell auf unterschiedlichen Regelungen zur Eheschließung in verschiedenen Ländern aufbauen. Im Anschluss präsentierte Gastprofessorin Nuria Gonzáles-Martín von der Nationalen Autonomen Universität Mexikos (UNAM) das Thema der internationalen Kindesentführung, insbesondere unter Bezugnahme auf die Haager Konferenz von 1980. Die Anwesenheit dieses Gastes gewann zusätzlich an Bedeutung, da sie aktiv an den Sitzungen der Haager Konferenz teilnimmt und somit eine praxisnahe Perspektive in ihre Darstellung einbringen konnte.

Danach brachten die Vorträge von Prof. Andreas Haratsch von der FernUniversität in Hagen zu den Richterwahlen in Deutschland, von Lic. Juan Pablo Campos Gonzáles, von der Konrad-Adenauer-Stiftung zu den Richterwahlen in Mexiko.

Zum Abschluss des Abends aßen die Teilnehmer der Konferenz in einem traditionell hessischen Restaurant in Sachenhausen zu Abend.

Der Freitagmorgen war geprägt von Vorträgen zum Energierecht. Nora Vikotria Hesse, Doktorandin an der Universität des Saarlandes gab durch ihren Vortrag Einblicke in den Energiesektor in Mexiko aus juristischer Perspektive. Im Anschluss daran behandelte der mexikanische Schiedsrichter Luis Gonzáles García von den Matrix Chambers in London in seinem Vortrag hochkomplexe und interessante Fragestellungen zum Thema Energie, Souveränität und den Lehren und Perspektiven aus Investitionsstreitigkeiten im mexikanischen Energiesektor.

Nach der Mittagspause folgten dann die Vorträge der beiden Studierenden der JMU Würzburg und Teilnehmerinnen des Fachsprachenprogrammes Roberta Rodrigues Barth und Sonja Neuburger. Roberta Rodrigues Barth verschaffte einen Einblick in Schiedsgerichtsklagen im Energiesektor gegen Mexiko, während Sonja Neuburger im Anschluss einen Fall im Agrarsektor des Landes analysierte.

Zum Abschluss des Tages referierten die beiden ehemaligen Austauschstudenten unserer Universität Alejandro Arias de Luna und Andrés Zermeño, juristischer Berater in Paris bei QUIMA Limited über das auf die Schiedsklausel anwendbare Recht in Fällen, in denen keine Parteiabrede vorliegt und über Internationale Verträge und was alle deutschen und mexikanischen Anwälte beim Abschluss dieser beachten sollten.

Nach diesem sehr gelungenen Abschluss und den herzlichen Schlussworten des Vorsitzenden Prof. Dr. Prinz von Sachsen-Gessaphe war die Konferenz 2023 beendet. Müde aber glücklich und mit reichlich neuer Erfahrung und Inspiration ging es zurück nach Würzburg.

Die Teilnahme am Kolloquium war eine besondere Erfahrung, die mit dem normalen Unialltag nicht vergleichbar ist. Die Möglichkeit zu haben einen Vortrag vor Experten und renommierten Juristen zu halten und dabei wertvolle Kontakte zu knüpfen und Einblicke in spannende Themenfelder und Rechtsgebiete zu erhalten schätzen wir sehr. Dafür bedanken wir uns herzlich bei der DMJV, der FernUniversität Hagen und Frau Dr. Murguía-Goebel. Es wird ausdrücklich betont, dass dies ein kaum vergleichbares Erlebnis war, unter anderem da angehende Juristen nicht jeden Tag die Möglichkeit haben, mit renommierten Anwälten und Professoren aus dem In- und Ausland in Kontakt zu treten. Alle Studierenden, deren Interesse durch diesen Bericht geweckt wurde und am Kolloquium nächstes Jahr teilnehmen möchten, heißen wir im spanischen Fachsprachenprogramm herzlich willkommen!

Sonja Neuburger & Roberta Rodrigues Barth